Beschreibung
Das Wiesen-Schaumkraut kann bis zu 60 cm hoch werden.
Die Blätter stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Ein Blatt besteht aus mehreren Teilblättern und schließt mit einem Blättchen an der Spitze ab (unpaarig gefiedert). Die Teilblättchen sind rundlich bis schmal lanzettlich.
Der Stängel ist aufrecht und nicht verzweigt. Im unteren Bereich ist er meist spärlich behaart.
Die Blüten stehen gehäuft am Ende eines traubenförmigen Blütenstands. Sie sind weiß bis zart violett und haben vier Kronblätter, die bis zu 15mm lang sein können. In der Blütenmitte sind jeweils vier lange und zwei kurze Staubblätter mit gelben Staubbeuteln.
Die Früchte sind lange schmale Schoten, die oft unterhalb der Blüten aufsteigend am Stängel stehen.
Merkmale
Wiesen-Schaumkraut
Cardamine pratensis
große Kronblätter mit gelben Staubbeuteln
Sprossachse hohl mit gefiederten Blättern
In der Stadt
In der Stadt ist die Pflanze auf frischen und feuchten Fettwiesen aber auch in lichten Laubwäldern und in Gärten zu finden. Durch die Trockenlegung feuchter Standorte im Zuge der Stadtentwicklung ist ein Rückgang dieser Art im städtischen Bereich wahrscheinlich.
Wissenswertes
In der Volksmedizin wird Tee aus Wiesen-Schaumkraut gegen rheumatische Beschwerden verwendet.
Sorten mit gefüllten Blüten werden als Zierpflanzen kultiviert.
Die Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Sandbienen und die Raupen des Aurorafalters.
Es blüht von April bis Juli.
Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die jungen Triebe können roh gegessen werden. Sie schmecken kresseähnlich und leicht scharf.
Quellen
Habitus, J. Patrick Fischer, CC BY-SA 4.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c3/Blume_in_Wildbad_07.jpg
Aufgesprengte Schote, Guido Gerding, CC BY-SA 3.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/XN_CP_Pod_00.jpg
Federblatt, Krzysztof Ziarnek, CC BY-SA 4.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Cardamine_pratensis_leaf_kz.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
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