Buglossoides arvensis

Acker-Steinsame

Acker-Rindszunge

Blüten (CC BY-SA 3.0) Fornax

Beschreibung

Der Acker-Steinsame wird 10 bis 50 Zentimeter groß – seine meist strahlend weißen Blüten machen ihn zum Hingucker am Wegesrand.

Seine Blätter sind eiförmig bis länglich geformt und fühlen sich durch die dichten, borstigen Härchen rau an. Die unteren Blätter sind schmaler gestielt und laufen meist spitz zu.

Der Stängel zeigt sich am unteren Ende oft in einem rötlichen Ton.

Die Blüten sind in der Regel weiß, manchmal aber auch blau, zart rötlich oder cremefarben – ein kleiner Farbbonus für aufmerksame Beobachter.

Nach der Blüte entstehen winzige, braune, nussähnliche Früchte mit nur einem Samen. Sie sitzen zu viert im Kelch der verblühten Blüte – gut verpackt und bereit, sich zu verbreiten.

Merkmale

Acker-Steinsame

Buglossoides arvensis
  • borstig behaart

  • meist weiße Blüten

  • einnervige Blätter (Blätter mit einer einzigen deutlichen Hauptader)

Habitus (CC BY-SA 3.0) Bernd Haynold

In der Stadt

Der Acker-Steinsame wächst gern an Wegrändern oder auf Schuttplätzen. Er mag frische, nährstoffreiche Böden, die aber eher arm an Humus sind – besonders wenn sie aus Ton oder Lehm bestehen.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    April bis Juli

  • Lebensform:

    einjährig - die Pflanze blüht nur einen Sommer lang und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Der Acker-Steinsame kommt ursprünglich aus Südeuropa und Westasien.

  • Verbreitung:

    Die Pflanze ist heute auch in vielen gemäßigten Zonen verbreitet. In Deutschland findet man sie vor allem in mittleren und südlichen Regionen.

  • Die Wurzeln enthalten einen roten Farbstoff, der früher zum Schminken verwendet wurde. Daher stammt auch der deutsche Volksname "Bauernschminke".

  • Seine Wurzeln reichen bis zu 60 Zentimeter tief in die Erde.

  • Die Früchte verbreiten sich clever – sie bleiben an Kleidung oder Fell hängen und werden so von Tieren und Menschen weitergetragen (Klettausbreitung).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
Früchte (CC BY-SA 3.0) MurielBendel

Quellen

Blüten, Fornax, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lithospermum_arvense_W.jpg

Habitus, Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Buglossoides_arvensis_300406.jpg

Früchte, MurielBendel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Buglossoides_arvensis_Klausenfrucht2.JPG

Aichele, D. (1986): Was blüht denn da? Wildwachsenen Blütenpflanzen Mitteleuropas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=928& (Abgerufen: 13.07.2018).

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).

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