Pastinaca sativa

Pastinak

Gewöhnlicher Pastinak

Blüten (CC BY-SA 3.0) H. Zell

Beschreibung

Der Pastinak kann bis 1,5 m hoch werden.

Die Blätter sind gelbgrün und einfach eingeschnitten (gefiedert). Beim Zerreiben riechen sie aromatisch nach Möhre.

Der Stängel ist gefurcht und rau borstig behaart.

Die einzelnen, kleinen, gelben Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartige Verzweigung (Dolde) wiederum mit einer kleineren Dolde.

Die Frucht besteht aus zwei Teilfrüchten, die linsenförmig zusammengedrückt sind.

Merkmale

Pastinak

Pastinaca sativa
  • gelbe Blüten in Dolden

  • eiförmige Teilblättchen

Rüben (CC BY-SA 3.0) Goldlocki

In der Stadt

In der Stadt ist der Pastinak auf Wiesen- und Wegrändern sowie Bahngeländen häufig. Er bevorzugt helle und sonnige Standorte mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden.

Wissenswertes

  • Bis ins 18. Jahrhundert waren die Wurzeln des Pastinaks ein wichtiges Grundnahrungsmittel und wurden dann zunehmend durch die Kartoffel verdrängt.

  • Die Blütezeit ist von Juli bis August.

  • Die bleiche Wurzel des Pastinaks hat deutlich weniger Farbstoffe (Carotine) als die der Garten-Möhre.

  • Es existieren diverse Zuchtsorten und einige Unterarten von Pastinak.

  • In der Zeit der großen Pestepidemie im 14. Jahrhundert wurde der Pastinakensaft als Medizin verabreicht.

  • Er ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Die Wurzeln der Pflanzen sind essbar. Die Geister scheiden sich jedoch ob sie geschmacklich langweilig und fade sind oder doch eher eine Offenbarung.

Blätter (Gemeinfrei) Victor M. Vicente Selvas

Quellen

Blüten, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pastinaca_sativa_003.JPG

Rüben, Goldlocki, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:PastinakePflanzegeerntet.jpg

Blätter, Victor M. Vicente Selvas, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pastinaca_sativa_11.JPG

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

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