Beschreibung
Der Pastinak kann bis 1,5 m hoch werden.
Die Blätter sind gelbgrün und einfach eingeschnitten (gefiedert). Beim Zerreiben riechen sie aromatisch nach Möhre.
Der Stängel ist gefurcht und rau borstig behaart.
Die einzelnen, kleinen, gelben Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartige Verzweigung (Dolde) wiederum mit einer kleineren Dolde.
Die Frucht besteht aus zwei Teilfrüchten, die linsenförmig zusammengedrückt sind.
Merkmale
Pastinak
Pastinaca sativa
gelbe Blüten in Dolden
eiförmige Teilblättchen
In der Stadt
In der Stadt ist der Pastinak auf Wiesen- und Wegrändern sowie Bahngeländen häufig. Er bevorzugt helle und sonnige Standorte mit nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden.
Wissenswertes
Bis ins 18. Jahrhundert waren die Wurzeln des Pastinaks ein wichtiges Grundnahrungsmittel und wurden dann zunehmend durch die Kartoffel verdrängt.
Die Blütezeit ist von Juli bis August.
Die bleiche Wurzel des Pastinaks hat deutlich weniger Farbstoffe (Carotine) als die der Garten-Möhre.
Es existieren diverse Zuchtsorten und einige Unterarten von Pastinak.
In der Zeit der großen Pestepidemie im 14. Jahrhundert wurde der Pastinakensaft als Medizin verabreicht.
Er ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Wurzeln der Pflanzen sind essbar. Die Geister scheiden sich jedoch ob sie geschmacklich langweilig und fade sind oder doch eher eine Offenbarung.
Quellen
Blüten, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pastinaca_sativa_003.JPG
Rüben, Goldlocki, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:PastinakePflanzegeerntet.jpg
Blätter, Victor M. Vicente Selvas, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pastinaca_sativa_11.JPG
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Pastinak“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.02.2017, 19:35 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pastinak&oldid=162542493 (Abgerufen: 15.03.2017).