Beschreibung
Das Gewöhnliche Hirtentäschel kann bis zu 60 cm hoch werden.
Die Blätter stehen überwiegend in einer Rosette in Bodennähe. Sie sind meist länglich und gezähnt bis eingeschnitten (fiederspaltig). Die oberen Stängelblätter sind schmal lanzettlich.
Der Stängel ist aufrecht und kann einfach oder verzweigt sein.
Im oberen Teil des Stängels stehen zahlreiche, kleine Blüten in einem traubenförmigen Blütenstand. Die Einzelblüten haben vier weiße Blütenblätter. In der Blütenmitte sind vier lange und zwei kürzere Staubblätter.
Die Früchte sind herzförmige bis dreieckige Schötchen.
Merkmale
Gemeines Hirtentäschel
Capsella bursa-pastoris
kleine, dreieckige Früchte
längliche Blätter
Verwechslungsarten
In der Stadt
In der Stadt kommt das Hirtentäschel häufig in Gärten, an Wegrändern und auf Brachen vor. Die nährstoffreichen Böden der Stadt bieten ihm gute Lebensbedingungen. Es bevorzugt mäßig trockene bis frische und helle Standorte.
Wissenswertes
Es gehört der gleichen Pflanzenfamilie wie Senf, Rucola und Kohl an.
Es bildet das ganze Jahr Blüten aus.
Die vier kreuzweise angeordneten Blütenblätter, die Schotenfrüchte und die vier längeren und zwei kürzeren Staubblätter sind typisch für die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der lateinische Name Capsella bursa-pastoris setzt sich aus "capsa" = Kapsel, "bursa" = Tasche und "pastor" = Hirt zusammen und bezieht sich auf die Form der Früchte der Pflanze.
Das Hirtentäschel fördert die Blutgerinnung. Daher wird es in der Naturheilkunde gegen innerliche und äußerliche Blutungen eingesetzt.
Quellen
Habitus, Dalgial, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Capsella_bursa-pastoris_1.JPG
Blütenstand, Conrad Nutschan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hirtent%C3%A4schel_in_Trebus_2007.JPG
Habitus, Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_070308-5329_Capsella_bursa-pastoris.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Gewöhnliches Hirtentäschel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28.12.2016, 19:04 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliches_Hirtent%C3%A4schel&oldid=161046738 (Abgerufen: 24.01.2017).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=1091& (Abgerufen: 24.01.2017).