Alliaria petiolata

Knoblauchsrauke

Knoblauchhederich, Lauchkraut

Habitus (PD) Anke Hüper

Beschreibung

Die Knoblauchsrauke kann bis zu einen Meter hoch werden.

Die Blätter sind herz- bis nierenförmig, lang zugespitzt und am Rand gebuchtet. Sie sind am Stängel einzeln und abwechselnd angeordnet (wechselständig). Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein knoblauchartiger Geruch.

Der Stängel ist aufrecht und schwach vierkantig. Im unteren Bereich ist er häufig behaart.

Die Blüten stehen gehäuft am Ende eines traubenförmigen Blütenstands. Sie besitzen vier weiße Kronblätter. In der Blütenmitte sind jeweils vier lange und zwei kurze Staubblätter zu finden.

Die Früchte sind lange schmale Schoten. Sie stehen am Stängel unterhalb der Blüten.

Merkmale

Knoblauchsrauke

Alliaria petiolata
  • vier weiße Blütenblätter

  • Knoblauchgeruch

Blüten (CC BY-SA 3.0) Bücking

In der Stadt

Im städtischen Raum ist die Knoblauchsrauke in Hecken, Gärten, Parkanlagen und auf Schuttplätzen häufig. Die nährstoffreichen Böden der Stadt bieten ihr gute Lebensbedingungen. Sie bevorzugt frische, schattige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen Lehmböden.

Wissenswertes

  • Sie ist das älteste bekannte einheimische Gewürz.

  • Sie blüht von April bis Juli.

  • In der Naturheilkunde wird die Pflanze als antiseptisch, harntreibend, wundheilend und wundreinigend beschrieben.

  • Sie ist eine wichtige Nahrungspflanze für die Raupen des Aurorafalters.

  • Die Knoblauchsrauke gehört zu der gleichen Pflanzenfamilie wie Senf und Kohl. Sie enthält Senfölglykoside, die häufig in der Familie Kreuzblütler vorkommen.

  • Sie ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird älter als zwei Jahre, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Die jungen Triebe können roh gegessen werden. Getrocknete Samen können zum Würzen ähnlich wie Pfefferkörner verwendet werden.

  • Früher wurde die Knoblauchsrauke als Küchenkraut und Heilpflanze verwendet und häufig in Gärten angebaut.

Blätter (Gemeinfrei) Krümelomat

Quellen

Habitus, Anke Hüper, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Knoblauchsrauke01.jpg

Blüten, Bücking, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alliaria_blossom.jpg

Blätter, Krümelomat, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Knoblauchsraukentriebe.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seite „Knoblauchsrauke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.12.2016, 10:42 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Knoblauchsrauke&oldid=160763609 (Abgerufen: 19.01.2017).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=280& (Abgerufen: 19.01.2017).