Beschreibung
Der Wiesen-Pippau ist eine zweijährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 1,2 m erreichen kann.
Die Blätter in Bodennähe stehen in einer Rosette und sind ungeteilt. Sie haben dreieckige, rückwärst-gerichtete Zähne. Die oberen Blätter sind schmal lanzettlich und umfassen teilweise den Stängel.
Der Stängel ist meist behaart, milchsaftführend und stark verzweigt. Er verholzt am Grund.
Auf den ersten Blick kann den Blütenkorb für die Blüte gehalten werden. Es ist jedoch eine Scheinblüte. Sie besteht aus zahlreichen einzelnen gelben Zungenblüten.
Die Pflanze bildet kleine, längliche, nussähnliche Früchte mit einem Haarkranz.
Merkmale
Wiesen-Pippau
Crepis biennis
viele gelbe, rispig-verzweigte Blütenkörbe
enthält Milchsaft
Verwechslungsarten
Kleinköpfiger Pippau
Crepis capillaris
Gewöhnliches Habichtskraut
Hieracium lachenalii
Großer Knorpellattich
Chondrilla juncea
In der Stadt
In der Stadt findet man den Wiesen-Pippau häufig an Brachfeldern, Weg- und Straßenränder.
Wissenswertes
Er erträgt keine Beweidung und verschwindet, sobald Mähwiesen in Weiden umgewandelt werden.
Er kann sich durch Selbstbefruchtung vermehren und entwickelt Früchte auch ohne Fremdbestäubung.
Er blüht von Mai bis Juni.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Die Früchte können als Kanarienvogel-Futter verwendet werden.
Er ist vermutlich aus den Wiesensteppen Südosteuropas nach Mitteleuropa eingewandert.
Der Gattungsname "Crepis" leitet sich aus dem Lateinischen von "crepida" = "Schuhsohle" ab und bezieht sich auf die Form der Laubblätter. Das Artepitheton "biennis" heißt "zweijährig".
Die Blätter können zu Salaten hinzugegeben werden und schmecken leicht bitter. Sie schmecken milder als die Blätter des Löwenzahns.
Quellen
Habitus, Enrico Blasutto, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Crepis_biennis_ENBLA02.JPG
Früchte, HermannSchachner, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Crepis_biennis_(Wiesen-Pippau)_IMG_9702.jpg
Blütenstand, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20141013Crepis_biennis1.jpg
Seite „Wiesen-Pippau“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 08.07.2016, 21:16 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiesen-Pippau&oldid=155980655 (Abgerufen: 05.08.2016).
Fitter, R., Fitter, A. & Blamey, M. (1986) Pareys Blumenbuch. Wildblühende Pflanzen Deutschlands und Nordwesteuropas, London: Verlag Collins Publishers.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Weymar, H. (1988) Lernt Pflanzen kennen, Leipzig, Radebeul: Neumann Verlag.