Beschreibung
Der Gefleckte Schierling kann bis zu zwei Metern hoch werden.
Die Blätter sind kahl und fein zwei- bis vierfach geteilt (gefiedert). Die Blattoberseite ist dunkelgrün. Die Unterseite ist graugrün.
Der Stängel ist fein gerillt und blaugrün. Im unteren Bereich der Pflanze ist er meist rot gefleckt.
Die einzelnen, kleinen, weißen Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartigen Verzweigung (Dolde) wiederum mit einer kleineren Dolde.
Die Spaltfrucht ist rundlich und deutlich gefurcht. Sie besteht aus zwei Teilfrüchten.
Merkmale
Gefleckter Schierling
Conium maculatum
stark giftig
rötlich gefleckter Stängel
Verwechslungsarten
Wiesen-Kerbel
Anthriscus sylvestris
Wilde Möhre
Daucus carota
Wasserschierling
Cicuta virosa
In der Stadt
In der Stadt ist der Gefleckter Schierling meist auf Schuttplätzen und an Wegrändern zu finden. Er bevorzugt warme und helle Standorte mit kalkhaltigen, nährstoffreichen Lehmböden.
Wissenswertes
Der griechische Philosoph Sokrates wurde nach seiner Verurteilung durch "Tod durch Schierlingsbecher" hingerichtet. Dies war eine übliche Hinrichtungsmethode in der Antike.
Die Blütezeit ist von Juni bis August.
Der Gefleckte Schierling ist eine der giftigsten einheimischen Pflanzen.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Achtung! Die ganze Pflanze ist stark giftig.
Quellen
Habitus, Saxo, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gefleckterschierling.jpg
Blütenstand, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Conium_maculatum_002.JPG
Stängel, MPF, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Conium_maculatum_Hauxley_2.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Gefleckter Schierling“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13.03.2017, 10:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gefleckter_Schierling&oldid=163540078 (Abgerufen: 13.03.2017).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=1621& (Abgerufen: 13.03.2017).