Beschreibung
Die Wilde Möhre kann bis zu 1,2 m hoch werden.
Die Blätter sind fein zwei- bis vierfach geteilt (gefiedert). Sie sind meist borstig abstehend behaart.
Der Stängel ist graugrün und meist borstig behaart.
Die einzelnen, kleinen, weißen Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig in einer schirmartige Verzweigung (Dolde), die wiederum mit einer kleineren Dolde endet. In der Mitte des Blütenstandes ist eine dunkel-purpurne Einzelblüte. Zur Fruchtreife krümmt sich die Fruchtstand nestartig zur Mitte hin.
Die Frucht besteht aus zwei gefurchten Teilfrüchten, die mit langen stacheligen Borsten besetzt sind.
Merkmale
Wilde Möhre
Daucus carota
dunklel-purpurne Blüte in der Mitte des Blütenstandes
Verwechslungsarten
Wiesen-Kerbel
Anthriscus sylvestris
Gewöhnlicher Giersch
Aegopodium podagraria
Gefleckter Schierling
Conium maculatum
In der Stadt
In der Stadt kommt die Wilde Möhre auf Ödflächen, Bahngeländen und Wiesen häufig vor. Sie bevorzugt trockene und kalkreiche Standorte.
Wissenswertes
Sie ist eine Stammform der Garten- oder Gemüse-Möhre, die als Lebensmittel weit verbreitet ist.
Die bleiche Wurzel der Wilden Möhre hat weniger Farbstoffe als die der Garten-Möhre. Diese Farbstoffe (Carotine) sind eine Vorstufe von Vitamin A, das für zahlreiche Funktionen im Körper von Bedeutung ist.
Die Blätter sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Raupen des Schwalbenschwanzes.
Die dunkel-purpurne Einzelblüte täuscht eine Fliege vor, um weitere Fliegen und somit potentielle Bestäuber anzulocken.
Die Blütezeit ist von Juni bis September.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Wurzeln können gegessen werden.
Quellen
Habitus, Ixitixel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daucus_Carota_ssp_azorica_(Habitus).jpg
Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daucus_carotaA.jpg
Blütenstand, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daucus_carotaB.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
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