Beschreibung
Das Gänseblümchen kann bis zu 15 cm hoch werden.
Die Blätter sind eiförmig bis rundlich, stumpf gezähnt und leicht behaart. Sie haben einen Stiel und stehen bodennah in einer Rosette.
Der Stiel des Blütenkörbchens ist blattlos, fein behaart und hat stets einen Blütenkorb.
Auf den ersten Blick kann das Blütenkörbchen für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht aus zahlreichen einzelnen am Rand weißen oder rosa Zungenblüten und in der Mitte gelben Röhrenblüten.
Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte.
Merkmale
Gänseblümchen
Bellis perennis
dichte Blattrosette
weiß-rosa Blütenkörbchen mit gelber Mitte
In der Stadt
Das Gänseblümchen hat sich erst mit der Entstehung der Wiesen- und Weidekultur in ganz Europa ausgebreitet. Durch das Anlegen von Rasenflächen in Gärten und Parks wurde es auch in der Stadt immer häufiger. Es bevorzugt nährstoffreiche Böden.
Es hat sich durch die Verunreinigung von Grassamen in weiten Teilen der Welt ausgebreitet. Der regelmäßige Rasenschnitt begünstigt sein Wachstum.
Wissenswertes
In der Volksmedizin werden Gänseblümchen bei Wunden, Hauterkrankungen und Leberleiden eingesetzt.
Früher wurde das Gänseblümchen der nordischen Göttin Freya, der Göttin der Liebe und der Ehe, geweiht.
Gefüllte Sorten der Gänseblümchen, die von weiß bis dunkelrot variieren, werden häufig als Zierpflanzen verkauft.
Es blüht von März bis November.
Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Fliegen). Die Früchte werden meist durch Regen oder Wind ausgebreitet. Es tragen aber auch Tiere (Regenwürmer, Weidetiere) zur Ausbreitung bei.
Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.
Im Christentum wurde das Gänseblümchen zur Marienblume und ist ein Symbol für Unvergänglichkeit.
Im 13. Jahrhundert waren Gänseblümchen ein Bestandteil des Wappens des französischen Königs Ludwig IX.
Aus dem Lateinischen übersetzt, setzt sich der wissenschaftliche Name aus Bellis = schön und perennis = mehrjährig zusammen.
Die jungen Blättchen oder die Blüten sind essbar und eignen sich als Salatbeilage.
Quellen
Blütenkorb, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Bellis_perennis_(8).JPG
Blattrosette, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Bellis_perennis_(17).JPG
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://species-id.net/openmedia/File:Bellis_perennis_(11).JPG
Seite „Gänseblümchen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23.06.2016, 16:24 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%A4nsebl%C3%BCmchen&oldid=155574742 (Abgerufen: 20.07.2016).
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