Valeriana officinalis

Echter Baldrian

Arznei-Baldrian, Echter Arznei-Baldrian

Habitus (CC BY-SA 3.0) H. Zell

Beschreibung

Der Echte Baldrian kann einem leicht über den Kopf wachsen. Er wird bis zu zwei Meter hoch.

Seine Blätter sind aus mehreren kleinen Teilblättern und einem großen Endblättchen zusammengesetzt – man nennt das unpaarig gefiedert. Die kleinen Blättchen sind oval und haben einen fein gezähnten Rand. Anders als bei vielen Pflanzen stehen die Blätter einander direkt gegenüber am Stängel, also gegenständig.

Der Stängel selbst wächst aufrecht und ist leicht gefurcht, was ihm ein charakteristisches Aussehen verleiht.

Die Blüten sind trichterförmig, mit fünf nach außen stehenden Zipfeln. Meist leuchten sie hellrosa, nur selten sind sie weiß. Am Ende des Stängels bilden sie dichte, schirmförmige Blütenstände, die aus der Ferne wie kleine rosa Schirme wirken – ein echter Blickfang auf Wiesen und in Gärten.

Nach der Blüte entstehen kleine Früchte, sogenannte Nüsschen, die von einem feinen, federartigen Haarkranz umgeben sind und so vom Wind verbreitet werden können.

Merkmale

Echter Baldrian

Valeriana officinalis
  • schirmförmige, dichte Blütenstände

  • Stängel gefurcht

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) H. Zell

In der Stadt

Der Echte Baldrian wächst in der Stadt häufig auf feuchten Wiesen, in Wäldern oder an Flussufern. Er ist frostbeständig und gedeiht in der Sonne oder im Halbschatten in fast jedem Boden.

Wissenswertes

  • Beim Trocknen der Wurzeln entsteht der typische, etwas penetrante Baldriangeruch.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Blütezeit:

    Mai bis August

  • Lebensform:

    mehrjährig - die Pflanze blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Verbreitung:

    Der Echte Baldrian ist in Europa heimisch.

  • Die Wurzeln werden als Tee oder Tinktur bei Nervosität, leichter Schlaflosigkeit und nervösen Herzstörungen angewendet.

Habitus (CC BY-SA 4.0) Burkhard Mücke

Quellen

Habitus, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_officinalis_001.JPG

Blütenstand, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_officinalis_002.JPG

Habitus, Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Valeriana_officinalis_Echter_Baldrian.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Echter Baldrian“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 07.04.2018, 16:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echter_Baldrian&oldid=176234482 (Abgerufen: 12.04.2018).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=6178& (Abgerufen: 12.04.2018).