Beschreibung
Der Bergahorn kann bis zu 35 m hoch werden und ist sommergrün.
Die Blätter wachsen am Zweig einander gegenüber (gegenständig). Sie sind handförmig gelappt mit sehr tiefen Einschnitten und haben einen langen Stiel. Die Oberseite ist dunkelgrün. Die Unterseite ist graugrün und leicht behaart. Der Blattrand ist unregelmäßig grob gesägt.
Der Stamm ist meist kurz und aufrecht. Die Rinde ist anfangs graubraun und glatt. Später wird sie rötlich mit abblätternden Schuppen.
Die Blüten sind gelbgrün und wachsen in hängenden, länglichen Rispen.
Die Frucht ist eine geflügelte Nussfrucht. Zwei Teilfrüchte bilden eine Spaltfrucht. Die Flügel stehen im spitzen Winkel zueinander.
Merkmale
Bergahorn
Acer pseudoplatanus
Blätter sehr tief eingeschnitten, handförmig
Flügel der Frucht im spitzen Winkel zueinander
Verwechslungsarten
Spitzahorn
Acer platanoides
Silberahorn
Acer saccharinum
Feldahorn
Acer campestre
In der Stadt
Die Art wurde früher oft in der Stadt angepflanzt und ist mittlerweile sehr häufig vertreten. Viele Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt oft von selbst ausbreiten können. Wegen seiner großen Blätter bietet der Berg-Ahorn an Straßen einen relativ guten Lärmschutz. Auch sein Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert.
Wissenswertes
Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.
Er blüht von April bis Mai.
Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Blätter, Zweige und Sirup werden in der Naturheilkunde verwendet. Ihnen wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen.
Quellen
Frucht, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Acer_pseudoplatanus_(32).JPG
Habitus, MurielBendel, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acer_pseudoplatanus_Chaltenbrunnen.jpg
Blatt, Rosenzweig, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acer_pseudoplatanus_leaf_Weinsberg_20070506.jpg
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.
Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).
Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung (o.J.) Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland, URL: www.biolflor.de (Abgerufen: 20.04.2016).
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