Beschreibung
Der Feldahorn ist ein sommergrüner Baum oder Strauch, der eine Höhe von bis zu 20 m erreichen kann.
Die Blätter haben lange Stiele und wachsen am Zweig einander gegenüber (gegenständig). Sie sind meist abgerundet (stumpf) und fünflappig mit einem glatten Blattrand. Aus dem Blattstiel tritt bei einer Verletzung milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft) aus.
Die Rinde ist graubraun und feinrissig rechteckig gefeldert. Größere Zweige haben häufig Korkleisten.
Die gelbgrünen Blüten stehen in aufrechten oder nickenden Rispen (den Blütenständen). Die Blütenstiele und Blütenhülle sind behaart.
Die Spaltfrucht besteht aus zwei geflügelten Nussfrüchten, die miteinander verbunden sind. Flügel stehen waagerecht.
Merkmale
Feldahorn
Acer campestre
Blattstiel mit milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft)
Flügel der Frucht stehen waagerecht
flügelartige Korkleisten an Zweigen
Verwechslungsarten
Spitzahorn
Acer platanoides
Bergahorn
Acer pseudoplatanus
Silberahorn
Acer saccharinum
In der Stadt
Den Feldahorn sieht man in Parks, an Alleen oder in Gärten. Häufig kommt er auch als Heckenbepflanzung vor. Er bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis wechseltrockene Standorte. Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt gut von selbst ausbreiten können.
Wissenswertes
In der Naturheilkunde setzt man die Rinde in einem Aufguss oder Tee zur Linderung von Entzündungen oder zur Verdauungsregulierung ein.
Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.
Er blüht von April bis Mai.
Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Quellen
Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Acer_campestre7.JPG
Frucht, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Acer_campestre_(17).JPG
Habitus, Rosenzweig, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acer_campestre_Weinsberg_20070419_1.jpg
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.
Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung (o.J.) Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland, URL: www.biolflor.de (Abgerufen: 20.04.2016).
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