Beschreibung
Die Sandbirke ist sommergrün und kann bis zu bis 30 m hoch werden.
Die Blätter sind dreieckig bis rautenförmig und zugespitzt. Der Blattrand ist doppelt gesägt.
Der Stamm ist aufrecht und schlank mit einer lichten, filigranen Krone. Die Zweige sind biegsam. Charakteristisch ist die auffällig weißliche, glänzende Rinde mit quergestellten Korkwarzen.
Die Blüten stehen zusammen in Kätzchen. Die männlichen Kätzchen sind lang und braun. Die weiblichen Kätzchen sind deutlich kürzer und grünlich.
Die Früchte sind kleine Nussfrüchte, die in dickwalzigen Zäpfchen stehen.
Merkmale
Sandbirke
Betula pendula
dreieckige bis rautenförmige Blätter
auffällige, helle Rinde
In der Stadt
Die Sandbirke findet man auf offenen, sonnigen Standorten wie Brachflächen, Gärten und Parks. Häufig steht sie gruppiert in Birkenhainen. Sie siedelt sich äußerst erfolgreich in verfallenen Bauwerken an und wird daher auch Trümmerbaum genannt. Der natürliche Standort der Birken auf Felsen wird somit innerhalb der Stadt durch Bauwerke ersetzt (Ersatzlebensraum). Sie toleriert hohe Salzkonzentrationen, wie sie in der Stadt häufig entlang der Straßen vorzufinden sind und auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert.
Wissenswertes
Die weiße Rinde reduziert die Rindentemperatur bei intensiver Sonneneinstrahlung. Dies wird als eine Anpassung an sonnenexponierte Standorte gesehen. Manchmal werden andere Stadtbäume an sonnenexponierten Standorten mit weißer Farbe angestrichen, um sie gegen die Strahlung zu schützen.
Der Birkensaft wird im Frühjahr durch Anbohren der Rinde entnommen und in Skandinavien, Osteuropa und China als Getränk verwendet. Der Saft ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit süßlichem Geschmack.
Betulin ist der weiße Farbstoff, der der Birkenrinde ihre Farbe verleiht.
Sie blüht von April bis Mai.
Die Fruchtreife erfolgt im Juli bis September.
Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Hänge- oder Sand-Birke, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
In Naturmedizin wir sie gegen rheumatische Beschwerden, Haarausfall und Hautausschlag eingesetzt.
Der Name "Birke" ist auf das germanische Wort "Bhereg" zurückzuführen und bedeutet weiß oder glänzend.
Birkenpollen sind stark allergen.
Quellen
Blatt, Ralf Roletschek, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Birkenbl%C3%A4tter_Betula_pendula.jpg
Habitus, Percita, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Betula_pendula_Finland.jpg
Rinde, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Betula_pendula_(7).JPG
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.
Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).
Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.
Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.
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