Ginkgo biloba

Ginkgo

Fächerblattbaum

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Der Ginkgo ist unverwechselbar mit seinen charakteristischen fächerförmigen Blättern. Er ist ein eher schlanker, sommergrüner Baum und kann bis zu 40 m hoch werden.

Die fächerförmigen Blätter sind meist in Büscheln oder Spiralen angeordnet. Sie sind mittig leicht bis tief eingeschnitten.

Die Rinde ist braungrau mit korkigen hellbraunen Rissen, die im Alter noch stärker ausgeprägt sind.

Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind bräunlich-grün und hängen in „Kätzchen“ zusammen. Die weiblichen Blüten sind unscheinbarer und grün.

Er hat keine Früchte, sondern runde, mit einer gelben, fleischigen Samenschale umgebene Samen. Die reifen Samen von weiblichen Bäumen riechen unangenehm stark nach Buttersäure.

Merkmale

Ginkgo

Ginkgo biloba
  • fächerförmige Blätter

  • runde, gelbe Samen

  • mit starker Eigengeruch bei weiblichen Bäumen

weibliche Blüte (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

Der Ginkgo ist ein beliebter Park- und Zierbaum. Meist werden männliche Bäume gepflanzt, da die weiblichen Exemplare während der Fruchtreife einen stark unangenehmen Geruch verströmen. Er bevorzugt helle und feuchte Mischwälder.

Wissenswertes

  • Der Gingko ist ein "lebendes Fossil", da er die einzige noch lebende Art einer eigenständigen, mit den Nadelgehölzen nahe verwandten, Gruppe ist.

  • Im Herbst kann in Berlin in der Jebenstrasse der Geruch der weiblichen Bäume erlebt werden. Hier findet man zahlreiche weibliche Gingkos.

  • Er blüht von März bis Juni.

  • Die Samenreife ist im Oktober bis November.

  • Einige Samenteile werden in Asien als Lebensmittel verwendet.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Nutzung:

    Die Blätter haben eine durchblutungsfördernde Wirkung. Sie können pharmazeutisch genutzt werden.

  • Natürliche Populationen sind nur im Südwesten Chinas zu finden. Der Gingko wurde jedoch weltweit vom Menschen eingeführt. Er gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • Die fleischigen Samenschalen sind hautreizend und können allergische Reaktionen hervorrufen.

Rinde (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Ginkgo_biloba_2.JPG

weibliche Blüte, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Ginkgo_biloba_(7).JPG

Rinde, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Ginkgo_biloba_(11).JPG

Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.

Seite „Ginkgo“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 04.04.2016, 21:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ginkgo&oldid=153175575 (Abgerufen: 15.04.2016).