Beschreibung
Der Alpensalamander ist einfarbig schwarz. Er hat einen schlanken, bis zu 15 cm langen Körper. Seine Haut ist relativ glatt, aber mit deutlich runden Warzen auf der quergefurchten Rumpfseite. Auffällig sind die hervortretenden halbmondförmigen Ohrdrüsen. Der Schwanz ist rund.
Merkmale
Alpensalamander
Salamandra atra
quergefurchten Rumpfseite mit Warzen
In der Stadt
In Deutschland werden kühle Laubwaldtäler, feuchte Bergmischwälder und feuchte Alpenweiden besiedelt. Typischerweise trifft man den Alpensalamander dort in Schutt- und Geröllhalden, auf Waldlichtungen und an Waldrändern, aber auch entlang von Bach- und Straßenrändern.
In erster Linie ist die Art durch ihre Lebensraumzerstörung, wie z.B. durch den Ausbau von Skigebieten oder die Intensivierung der Waldnutzung, gefährdet.
Wissenswertes
Bei starken Regenfällen verlassen sie ihr Versteck und können mitunter in großen Zahlen auftreten.
Der Alpensalamander ist die einzige heimische Amphibienart, welche sich vollkommen in ihrer Reproduktionsweise vom aquatischen Lebensraum entkoppelt hat.
Das Lebendgebären von vollentwickelten Jungtieren wird als Anpassung an das raue Klima der Gebirge angesehen.
Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Alpensalamander ist in Mitteleuropa endemisch, d.h. er kommt weltweit nur hier vor. Er ist hauptsächlich in den Alpen zu finden.
Zur Verteidigung scheiden Alpensalamander ein giftiges Hautsekret ab, welches sie vor Fressfeinden schützt. Sie gehen dabei in eine Drohstellung, bei der sie den Kopf anheben und nach hinten abknicken.
Quellen
Habitus , Thomas Huntke, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salamandra_atra-01-Kaernten-2008-Thomas_Huntke.jpg
Abwehrhaltung, Paul Bachhausen, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alpensalamander_Maennchen_in_Abwehrhaltung,_Oesterreich,_Gross-Walsertal,_Raggal_(Paul_Bachhausen_s_a_a-m-abwehr1).jpg
Kwet, A. (2015) Reptilien und Amphibien Europas. 250 Arten mit Verbreitungskarten, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Blab, J. & Vogel, H. (2002) Amphibien und Reptilien erkennen und schützen, München: BLV.
Glandt, D. (2008) Heimische Amphibien: Bestimmen – Beobachten – Schützen, Wiebelsheim: AULA-Verlag.
Glandt, D. (2015) Die Amphibien und Reptilien Europas, Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.
Matz, G. & Weber, D. (1983) Amphibien und Reptielien – Die 169 Arten Europas farbig abgebildet, München: BLV.
Seite „Alpensalamander“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19.08.2017, 13:19 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alpensalamander&oldid=168283484 (Abgerufen: 01.02.2018).
Deutschlands Natur - Der Naturführer für Deutschland (o.J.) Alpensalamander (Salamandra atra), URL: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/amphibien-reptilien/alpensalamander/ (Abgerufen: 01.02.2018).
Schulte, U. & Veith, M. (2013) Artensteckbrief Alpensalamander (Salamandra atra), URL: https://feldherpetologie.de/heimische-amphibien-artensteckbrief/artensteckbrief-alpensalamander-salamandra-atra/ (Abgerufen: 01.02.2018).
Gebel, M. (2014) Alpensalamander (Salamandra atra), URL: http://www.amphibien-reptilien.com/info-alpensalamander.html (Abgerufen: 01.02.2018).
Meikl, M. (2014) Auf den Spuren von Bergnarr und Regenmandl: Alpen- und Feuersalamander als Indikatoren intakter Natur, ANLIEGENNATUR, 36(2), 75-81, URL: http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an36203meikl_2014_salamander.pdf (Abgerufen: 01.02.2018).