Papilio machaon

Schwalbenschwanz

Oberseite (CC BY-SA 3.0) Bernd Haynold

Beschreibung

Der Schwalbenschwanz ist weißlich-gelb mit einer deutlichen, schwarzen Musterung. Die Hinterflügel sind verlängert und erinnern an die Schwanzfedern von Schwalben. Sie haben am Innenrand einen kleinen, runden, roten Fleck.

Die Raupe ist zunächst schwarz mit einem hellen Fleck. Sie wird später leuchtend grün mit schwarzen, rot punktierten Querstreifen.

Merkmale

Schwalbenschwanz

Papilio machaon
  • langer schwanzförmiger Fortsatz am Hinterflügel

Unterseite (CC BY-SA 3.0) Boschfoto

In der Stadt

Der Schwalbenschwanz bevorzugt offenes Gelände und Wiesen. Wegrandblüten wie Kratzdistel, Rotklee oder Löwenzahn bieten dem Schwalbenschwanz eine optimale Nektarquelle. Zu Eiablage sucht der Schwalbenschwanz gelegentlich auch Gemüse- oder Kräutergärten mit Doldenblütlern, z.B. Wilde Möhre oder Fenchel, auf.

Durch Bebauung und Park- und Gartengestaltungen verliert er immer mehr Lebensräume.

Wissenswertes

  • Der Schwalbenschwanz ernährt sich hauptsächlich von Doldenblütlern, wie z.B. Wilde Möhre, Fenchel, Dill und Giersch.

  • Die Falter leben nur einige Wochen und sterben bald nach der Eiablage.

  • Bei Störung oder Gefahr stülpt die Raupe eine auffällige Nackengabel (Osmaterium) aus, um Fressfeinde abzuschrecken. Diese ist mit Drüsen besetzt, die ein Buttersäuresekret absondern.

  • Sie sind gute Flieger und können lange Strecken in großen Höhenlagen zurücklegen.

  • Die Männchen führen Balzflüge über kahle Hügelkuppen durch (sog. Gipfelbalz oder "Hilltopping"), wobei der stärkste Falter die höchsten Reviere belegt.

  • Die Raupen sind auf keine bestimmte Futterpflanze spezialisiert.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Die Raupenzeit ist von Mai bis Juni und von August bis September.

Quellen

Oberseite, Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Papilio_machaon_170808.jpg

Unterseite, Boschfoto, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Andechs,_B%C3%A4ckerbichl_(Fauna)_HB-03.jpg

Settele, J., Steiner, R., Reinhardt, R. & Feldmann, R. (2005) Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Kolligs, D. (2014) Schmetterlinge Norddeutschlands. 100 Tagfalter, Kiel: Wachholtz Verlag.

Seggewiße, E. & Wyman, H.-P. (2015) Schmetterlinge entdecken, beobachten, bestimmen: die 160 häufigsten tagaktiven Arten Mitteleuropas, Bern: Haupt Verlag.

Gerstmaier, R. (2003) Schmetterlinge. Sicher bestimmen mit Foto und Zeichnung, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

BUND e.V. (o.J.) Steckbrief des Schmetterlings: Schwalbenschwanz, URL: https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/schmetterlinge/steckbriefe/tagfalter/schwalbenschwanz/ (Abgerufen: 26.07.2016).

Nuß, M. (o.J.) Schmetterlinge (Lepidoptera), URL: https://www.insekten-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?id=7 (Abgerufen: 26.07.2016).

Pollrich, S. (o.J.) Tagfalter in Sachsen, URL: http://www.tagfalter-sachsen.de/arten/ (Abgerufen: 26.07.2016).

Entomologische Gesellschaft ORION Berlin (o.J.) Schmetterlinge (Lepidoptera), URL: http://www.orion-berlin.de/schmetter/schmetter_gesamt.php (Abgerufen: 19.07.2016).