Beschreibung
Die Weymouth-Kiefer ist ein 30 bis 50 Meter hoher, immergrüner Nadelbaum.
Die Nadeln sind lang, schmal und biegsam. Sie sind dunkelgrün mit blauweißen Streifen auf den Innenseiten und wachsen immer in fünfnadeligen Büscheln zusammen. Ihr Querschnitt ist dreieckig.
Junge Bäume haben eine glatte und glänzende Rinde. Sie ist grau und oft etwas rötlich. Bei älteren Bäumen bilden sich flache Längsrisse.
Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die hellbraunen, männlichen Blütenzapfen wachsen im unteren Kronenbereich. Die weiblichen Zapfen sind rosa und wachsen immer in Gruppen von zwei bis vier zusammen. Sie sind eher im oberen Teil der Krone zu finden.
Die Zapfen sind nach der Bestäubung zunächst schmal zylinderförmig, leicht gebogen und grün. Reif sind sie braun und werden durch die geöffneten Zapfenschuppen breiter. Mit einer Länge von bis zu 20 Zentimetern sind sie relativ lang.
Merkmale
Weymouth-Kiefer
Pinus strobus
immer fünf Nadeln zusammen
große, hängende Zapfen
In der Stadt
In der Stadt wird die Weymouth-Kiefer vor allem in Parkanlagen und größeren Gärten verwendet. Häufig werden zwergwüchsige Formen genutzt. Durch ihr schnelles Wachstum und ihre Anspruchslosigkeit ist sie eine gute Pionierart zum Besiedeln offener Flächen. An Standorten mit besseren Bodenbedingungen ist sie konkurrenzschwach und wird häufig von Laubbäumen verdrängt.
Wissenswertes
Die Weymouth-Kiefer ist das zentrale Emblem der Flagge von Montreal und steht für die ständige Präsenz der indigenen Völker der First Nations auf kanadischem Territorium.
Sie blüht von Mai bis Juni.
In den Schwarzwald eingebrachte Weymouth-Kiefern werden von Holzbildhauern wegen des weichen Holzes bevorzugt zum Bau von Kuckucksuhren genutzt.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
Die Weymouth-Kiefer stammt aus dem Osten Nordamerikas und gehört in Europa zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten). Sie bildete dort früher riesige Bestände, wurde jedoch wegen ihrer geraden Stämme intensiv gerodet. Trotzdem ist sie dort heute immer noch einer der wichtigsten Forstbäume.
Ihren deutschen Namen verdankt sie nicht dem englischen Entdecker und Schriftsteller George Weymouth, welcher sie 1605 nach Europa brachte, sondern dem Lord Weymouth, welcher sie im 18. Jahrhundert in England endgültig als Forstbaum etablierte.
Das Bundesamt für Naturschutz schätzt die Weymouth-Kiefer als potentiell gefährlich für einheimische Baumarten ein und hat sie auf die Managementliste der Schwarzen Liste invasiver Arten gesetzt.
Quellen
Nadeln und Zapfen, sciondriver at Flickr, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_strobus_cone_sciondriver.jpg
Nadeln, –, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_strobus_needles3.jpg
Zapfen, Keith Kanoti, CC BY-SA 3.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_strobus_Cone.jpg
Spohn, M. & Spohn, R. (2011) Kosmos - Baumführer Europa. 680 Bäume, 2600 Zeichnungen, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Godet, J.-D. (2007) Bäume und Sträucher. Bestimmen und nachschlagen, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.
Mitchell, A. (1979) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.
Jacobi, F. (2006) Das Pflanzenbestimmungsbuch. Gehölze, Hamburg: Dr. Felix Büchner, Handwerk und Technik.
Seite „Weymouth-Kiefer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25.10.2017, 08:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Weymouth-Kiefer&oldid=170307062 (Abgerufen: 16.11.2017).