Beschreibung
Der Gemeine Wacholder ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum. Er kann eine Höhe von zehn Metern erreichen.
Die scharf zugespitzten Nadeln sind grau bis blau und haben auf der Oberseite ein breites, weißes Band. Es stehen immer drei Nadeln in einem Quirl zusammen.
Die Rinde ist grau- bis rotbraun. Sie ist zunächst glatt, später können sich jedoch Teile der Rinde ablösen.
Er ist meist zweihäusig, d.h. die männlichen und weiblichen Blüten sitzen auf verschiedenen Bäumen. Die männlichen Blüten sind gelblich und als Kätzchen angeordnet. Die weiblichen Blüten haben drei Zapfenschuppen und sind unaufällig grün.
Die Früchte sind Beerenzapfen. Sie sind im ersten Jahr noch grün und werden ab dem zweiten Jahr immer dunkler bis sie schließlich schwarz-blau sind. Reif haben sie eine sehr harte Schale und sind von einer Wachsschicht überzogen.
Merkmale
Gemeiner Wacholder
Juniperus communis
Nadeln mit scharfer Spitze
immer drei Nadeln zusammen
In der Stadt
Der Gemeine Wacholder wird häufig als Zierstrauch auf Friedhöfen, in Gärten und in Parkanlagen verwendet. Es gibt zahlreiche Gartenformen, die sich im Aussehen deutlich unterscheiden. Er bevorzugt eher trockene, nährstoffarme und basenreiche Standorte mit viel Licht. Er ist gegenüber anderen Gehölzen sehr konkurrenzschwach, so dass er oft auf trockene, sandige, steinige Standorte verdrängt wird.
Wissenswertes
Er ist das am weitesten verbreitete Nadelgehölz weltweit.
Wacholder-Zweige werden in Skandinavien traditionell zur Aromatisierung und Haltbarmachung von Bier eingesetzt.
Er wird durch Wacholderdrosseln, Amseln und Birkhühner verbreitet. Sie fressen die, durch eine feste Schale geschützten, Samen und scheiden sie später wieder aus.
Die Blütezeit ist von April bis Juni.
Die Beeren werden oft zum Würzen von Sauerkraut, Fleischgereichten und Spirituosen wie Gin eingesetzt.
- Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
- Nutzung:
Wacholderbeeren und ihr ätherisches Öl wirken harntreibend. Sie werden daher häufig gegen Nierenerkrankungen eingesetzt. Sehr große Mengen können die Nieren allerdings auch reizen.
Der Gemeine Wacholder ist von Europa über Nordasien bis Nordafrika weit verbreitet.
Er ist schwach giftig und kann die Haut reizen.
Quellen
Habitus, Andrea Moro 2009, CC BY-SA 3.0+, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dryades_TSB64174.jpg
Nadeln und Früchte, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://species-id.net/openmedia/File:Juniperus_communis_(5).JPG
Rinde, Andrea Moro, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dryades_TS154055.jpg
Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.
Spohn, M. & Spohn, R. (2011) Kosmos - Baumführer Europa. 680 Bäume, 2600 Zeichnungen, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Krüssmann, G. (1979) Die Nadelgehölze. Eine Nadelholzkunde für die Praxis, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.
Jacobi, F. (2006) Das Pflanzenbestimmungsbuch. Gehölze, Hamburg: Dr. Felix Büchner, Handwerk und Technik.
Mitchell, A. (1979) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.
Seite „Gemeiner Wacholder“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27.08.2017, 19:15 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeiner_Wacholder&oldid=168537466 (Abgerufen: 02.11.2017).