Datura stramonium

Gemeiner Stechapfel

Weißer Stechapfel

Habitus (CC BY-SA 3.0) bdk

Beschreibung

Der Gemeine Stechapfel kann über einen Meter groß werden.

Die Blätter sind eiförmig, gezähnt, weich und etwa handgroß. Die Oberseite ist dunkelgrün und die Unterseite graugrün. Ihr Gerucht gleicht dem Geruch gekochter Kichererbsen und wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Die Stängel wachsen aufrecht und einfach oder gegabelt. Sie sind stumpfkantig und kahl.

Die Blüten sind weiß, gelblich oder violett und haben eine trichterartige Form. Sie können bis zu zehn Zentimeter lang werden.

Der Gemeine Stechapfel bildet eiförmige, meist stachelige Kapselfrüchte, die sich an der Spitze öffnen.

Merkmale

Gemeiner Stechapfel

Datura stramonium
  • stark giftig

  • unangenehmer Geruch

  • große, trichterförmige Blüten

Habitus (CC BY-SA 3.0) Isidre blanc

In der Stadt

Der Gemeine Stechapfel bevorzugt Brachflächen, die direkt von der Sonne beschienen werden und keine anderen schattenspendenen Pflanzen aufweisen. Er wächst häufig auf stickstoffreichen Böden wie Schutt- und Müllplätzen sowie Wegrändern. Er erträgt Salz.

Wissenswertes

  • Die Blüten öffnen sich abends zwischen 19 und 20 Uhr und schließen sich nach etwa einem Tag wieder. Nachts riechen sie besonders stark süßlich.

  • Er ist alternativer Wirt für eine Reihe von Schadinsekten und damit auch ein Reservoir von dem aus beispielsweise Nutzpflanzen wie Tomaten immer wieder neu befallen werden können.

  • Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

  • Er ist eine einjährige Pflanze, d.h. er blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Nutzung:

    Früher stellte man aus den Blättern "Asthma-Zigaretten" her, die Bronchialkrämpfe lindern sollten. Da eine genau Dosierung schwierig war, kam es immer wieder zu Vergiftungen.

  • Der Gemeine Stechapfel stammt aus Mittelamerika und wurde vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts in Europa eingeführt. Er gehört daher zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • Achtung: Stark giftig! Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem aber die Wurzeln und Samen. Bereits kleine Mengen können zu Symptomen wie Übelkeit, Sinnestäuschungen und Atemlähmung führen.

Früchte (CC BY-SA 3.0) Gero Brandenburg

Quellen

Habitus, bdk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Datura_stramonium_2000.jpg

Habitus, Isidre blanc, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DATURA_STRAMONIUM_-_GUIXERS_-_IB-615.JPG

Früchte, Gero Brandenburg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Datura_Stramonium_Samenkapsel.jpg

Hofmeister, H. & Garve, E. (2006) Lebensraum Acker, Remagen: Verlag N. Kessel.

Garcke, A. (1972) Illustrierte Flora. Deutschland und angrenzende Gebiete, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Senghas, K. & Seybold, S. (Hrsg.) (2003) Schmeil - Fitschen. Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen, Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Gemeiner Stechapfel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.07.2018, 21:16 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeiner_Stechapfel&oldid=179105386 (Abgerufen: 17.07.2018).

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).