Beschreibung
Die Bärenschote ist eine interessante Pflanze, die bis zu 1,5 Meter lang werden kann, also so lang wie ein ausgestreckter Arm.
Die Blätter sind in viele kleine Teilblätter gegliedert. Meistens sind es acht bis 15 Stück, dazu kommt noch ein einzelnes Endblättchen an der Spitze. Man nennt das „unpaarig gefiedert“. Die einzelnen Blättchen sind eiförmig, frischgrün und auf der Unterseite fein behaart.
Der Stängel wächst liegend und in einem auffälligen Zickzack-Muster. An den Enden richtet er sich auf und bringt dort die Blüten hervor.
Die Blüten sind gelbgrün und sitzen dicht beieinander in einem kurzen Blütenstand. Wie viele ihrer Verwandten aus der Familie der Hülsenfrüchtler zeigen sie die typische Schmetterlingsblüte: Ein großes oberes Kronblatt, die sogenannte Fahne, steht aufrecht. Zwei seitliche Blätter – die Flügel – breiten sich aus. Und die unteren Blätter formen ein kleines "Schiffchen", in dem sich Staubbeutel und Stempel verstecken.
Nach der Blüte bildet die Bärenschote braune, gebogene Hülsenfrüchte, die etwa vier Zentimeter lang sind. Sie sehen aus wie kleine Sicheln oder eben wie Bärenkrallen.
Merkmale
Bärenschote
Astragalus glycyphyllos
kriechender, zickzackartiger Stängel
sichelförmig gekrümmte Früchte
In der Stadt
Die Bärenschote ist eine typische Pionierpflanze. Sie siedelt sich gern dort an, wo der Boden warm, nährstoffreich und eher unbewachsen ist. In der Stadt findet man sie deshalb auf Schuttplätzen, an Böschungen, Wegrändern oder Waldrändern – überall dort, wo andere Pflanzen erst später auftauchen.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Juni bis August
- Lebensform:
mehrjährig
- Verbreitung:
Die Bärenschote ist bis auf den Nordwesten in Deutschland verbreitet. Man findet sie darüber hinaus in anderen Ländern Mitteleuropas sowie im Iran und Kasachstan.
Die Früchte werden meist von Tieren verbreitet, die sie unbeabsichtigt mitnehmen. Auf offenen Flächen können die leichten Hülsen sogar vom Wind als kleine „Bodenroller“ weitergetragen werden.
Die Bärenschote enthält natürliche Zuckerstoffe und Glycyrrhizin, was ihr einen leicht süßen Geschmack verleiht.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Pflanze ist eine wertvolle und häufig angebaute Futterpflanze.
Quellen
Blütenstand, Julia Kruse, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Astragalus_glycyphyllos_JuliaKruse_1.jpg
Blätter, AnRo0002, CC0 1.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20170823Astragalus_glycyphyllos.jpg
Früchte, AnRo0002, CC0 1.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20190713Astragalus_glycyphyllos2.jpg
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Bärenschote“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 08.03.2017, 11:46 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=B%C3%A4renschote&oldid=163388985 (Abgerufen: 09.05.2018).