Beschreibung
Der Rainfarn kann bis zu 1,5 m hoch werden.
Die Blätter stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sie sind länglich und fein unterteilt (gefiedert).
Der Stängel ist aufrecht und im Bereich der Blütenstände reich verzweigt.
Auf den ersten Blick kann der Blütenkorb für eine Einzelblüte gehalten werden. Diese Scheinblüte besteht jedoch aus zahlreichen, einzelnen, gelben Röhrenblüten. Die Gesamtblütenstände sind stark verzweigt (rispig) und aus mehreren einzelnen Körben zusammengesetzt. Die Einzelblüten entspringen einem Blütenkorbboden und stehen auf einer Höhe.
Die Pflanze bildet kleine, gerippte, nussähnliche Früchte.
Merkmale
Rainfarn
Tanacetum vulgare
giftig
starker Eigengeruch
gelbe, knopfförmige Scheinblüten
In der Stadt
In der Stadt ist der Rainfarn häufig in staudenreichen Unkrautfluren, an Wegrändern, Brachflächen und in Uferbereichen anzutreffen. Er bevorzugt sonnige und warme, mäßig trockene und nährstoffreiche Standorte mit humosen Böden. Als Futterpflanze für zahlreiche Insekten und Schmetterlingsraupen trägt er zur biologischen Vielfalt der Stadt bei.
Einige Sorten werden als Zierpflanzen verwendet, die nicht selten verwildern.
Wissenswertes
Er kann durch Hautkontakt Allergien hervorrufen.
Er ist eine Kompasspflanze. Die Blätter werden im vollen Sonnenlicht genau senkrecht nach Süden richtet.
Die stark duftenden ätherischen Öle der Pflanze haben eine insektenabweisende Wirkung. Ausgestreut kann er den Kartoffelkäfer vertreiben und Insektenbefall stark mindern.
Imker verwenden den getrockneten Rainfarn als Rauchmittel.
Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Früchte werden vom Wind und durch Tiere ausgebreitet. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer.
Er blüht von Juni bis September.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Er wird als Färbepflanze für Wolle verwendet.
Er stammt ursprünglich aus Europa und Asien und ist ein Kulturbegleiter.
Der Gattunsname Tanacetum lässt sich aus dem griechischen athanasia = Ewigkeit/Unsterblichkeit herleiten.
Er wurde früher bei Wurmerkrankungen und gegen Flöhe und Kopfläuse eingesetzt. Seitdem bekannt ist, dass die Pflanze auch für Menschen giftig ist, wird von dieser Verwendung abgeraten.
Quellen
Habitus, 4028mdk09, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pflanze_mit_gelben_Bl%C3%BCten.JPG
Blätter, Kristian Peters Fabelfroh, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tanacetum_vulgare_blatt.jpeg
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://species-id.net/openmedia/File:Tanacetum_vulgera.JPG
Seite „Rainfarn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13.05.2016, 20:53 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainfarn&oldid=154352949 (Abgerufen: 20.09.2016).
Wisconsin State Herbarium, UW-Madison (o.J.) Flora Of Wisconsin. Consortium Of Wisconsin Herbaria. Tanacetum vulgare, URL: http://wisflora.herbarium.wisc.edu/taxa/index.php?taxon=5200 (Abgerufen: 20.09.2016).