Beschreibung
Der Wiesen-Salbei kann bis zu 60 cm hoch werden.
Die Blätter sind herzförmig oder eiförmig bis länglich und am Rand gekerbt bis gesägt. Sie haben eine runzelige Oberfläche. Die meisten Blätter stehen unmittelbar über dem Boden in einer Rosette. Beim Zerreiben verströmen sie einen aromatischen Geruch.
Der Stängel ist aufrecht, vierkantig und hat nur wenige Blätter.
Die Blüten sind blau bis dunkelviolett und fein behaart. Sie bilden eine typische Lippenblüte mit Ober- und Unterlippe.
Die Pflanze bildet kleine, einsamige, nussähnliche Teilfrüchte (Klausen). Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.
Merkmale
Wiesen-Salbei
Salvia pratensis
zahlreiche blaue bis dunkelviolette Lippenblüten
vierkantiger Stängel
In der Stadt
In der Stadt ist der Wiesen-Salbei auf Wiesen und Wegrändern zu sehen. Er bevorzugt trockene und sonnige Standorte mit kalkhaltigen Böden.
Er wird häufig in der Stadtplanung eingesetzt.
Wissenswertes
Die medizinische Wirkung des Wiesen-Salbeis ist deutlich schwächer, als die von Garten-Salbei. Dennoch kann die Pflanze in gleicher Weise entzündungshemmend oder verdauungsregulierend wirken.
Die Blüten des Wiesen-Salbei sind fünfzählig, spiegelsymmetrisch und werden Lippenblüten genannt. Bei diesem Blütentyp sind die Kronblätter verwachsenen. Die Kronblattzipfel bilden eine Ober- und Unterlippe aus.
Die blütenbesuchenden Insekten, vor allem Hummeln, lösen einen besonderen Mechanismus aus. Sobald das Insekt die Blütenmitte erreicht, klappen die Staubblätter durch eine Hebelwirkung auf seinen Rücken herab. Beim nächsten Blütenbesuch streifen sie dann den Pollen an der Narbe ab und befruchten somit die Blüte.
Er blüht von Mai bis August.
- Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
Die Blätter und Blüten können als Würze oder Tee verwendet werden.
Quellen
Habitus, Harald Süpfle, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wiesensalbei_(Salvia_pratensis)_03.jpg
Blüten, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20170525Salvia_pratensis2.jpg
Blätter, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20130502Wiesensalbei_Hockenheim1.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Wiesensalbei“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.10.2016, 17:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiesensalbei&oldid=158670704 (Abgerufen: 08.12.2016).