Erigeron canadensis

Kanadisches Berufkraut

Greisenkraut, Katzenschweif

Habitus (CC BY-SA 3.0) H. Zell

Beschreibung

Das Kanadische Berufkraut kann bis zu einen Meter hoch werden.

Die Blätter sind bandförmig (linealisch) bis lanzettlich. Sie stehen am Stängel einzeln und abwechselnd (wechselständigen). Sie sind leicht behaart.

Der Stängel ist aufrecht, leicht behaart und in der oberen Hälfte reich verzweigt.

Auf den ersten Blick kann der Blütenkorb für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht aus zahlreichen einzelnen am Rand weißen Zungenblüten und in der Mitte gelben Röhrenblüten. Der Gesamtblütenstand ist stark verzweigt (rispig) und besteht aus zahlreichen Blütenkörben.

Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte mit einem Haarkranz.

Merkmale

Kanadisches Berufkraut

Erigeron canadensis
  • aufwärts gerichtete Blätter

  • behaart

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Dalgial

In der Stadt

In der Stadt ist das Kanadische Berufkraut häufig in Pflasterfugen, an Brachflächen und Wegrändern anzutreffen. Es bevorzugt mäßig nährstoffreiche, helle und warme Standorte mit sandigen Böden. Als Pionierpflanze tritt es häufig in den ersten Jahren der Wiederbesiedlung von Brachflächen auf.

Wissenswertes

  • Die Blätter haben einen würzigen, leicht bitteren Geschmack und werden in Kräutermischungen oder zum Würzen von Speisen verwendet.

  • Es ist die erste Pflanzenart bei der in den USA eine Herbizidresistenz gegenüber Glyphosat (Breitband-Herbizid) nachgewiesen wurde.

  • Ein großes Exemplar dieser Art kann bis zu 250.000 Früchte tragen.

  • Es blüht von Juli bis Oktober.

  • Die Bestäubung erfolgt durch dem Wind oder durch Selbstbestäubung.

  • Die Früchte werden mit dem Wind als Schirmchenflieger ausgebreitet.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Das Berufkraut wurde als Mittel gegen Verhexung verwendet.

  • Das Kanadische Berufkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika. Es wurde im 17. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt und gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • In der Naturheilkunde gilt das Berufkraut als harntreibend und entzündungshemmend.

Blätter (CC BY-SA 3.0) Rasbak

Quellen

Habitus, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Conyza_canadense_002.JPG

Blütenstand, Dalgial, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Conyza_canadensis_6.JPG

Blätter, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canadese_fijnstraal_plant_Conyza_canadensis.jpg

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Kanadisches Berufkraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.04.2016, 15:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kanadisches_Berufkraut&oldid=153590537 (Abgerufen: 14.09.2016).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=21687& (Abgerufen: 14.09.2016).