Beschreibung
Der Große Sauerampfer kann bis zu einen Meter hoch werden.
Er hat an der Basis des Stängels viele langgestielte Grundblätter. Sie sind meistens breit pfeilförmig, können aber auch elliptisch–länglich sein. Die oberen Blätter sind schmal pfeilförmig.
Der Stängel ist aufrecht, relativ dick, meist verzweigt und kantig. Die Wurzeln werden über einen Meter lang.
Ab Mai schießt der Blütentrieb in die Höhe und erreicht durchaus einen Meter. Männliche und weibliche Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen (zweihäusig), sind rötlich-braun und stehen dicht zusammen.
Die kleinen harten Früchte sind dreikantig. Sie sind anfangs grün und später rotbraun.
Merkmale
Großer Sauerampfer
Rumex acetosa
pfeilförmige Blätter
bis zu 1 Meter hoch
Verwechslungsarten
Kleiner Sauerampfer
Rumex acetosella
Rispen-Sauerampfer
Rumex thyrsiflorus
In der Stadt
Der Große Sauerampfer wächst fast überall. Er bevorzugt jedoch feuchte, nährstoffreiche Standorte. In der Stadt ist er häufig an Wegrändern und auf Wiesen zu finden.
Wissenswertes
Er wurde früher viel gegessen. Er schmeckt angenehm säuerlich, wenn die Blätter jung gepflückt werden.
Er blüht von Mai bis August.
Die Pflanze wird in der Volksmedizin zur Blutreinigung und Stärkung der Immunabwehr eingesetzt.
Der Pollen der Ampfer-Arten ist stark allergen.
Die Pflanze ist eine wichtige Futterpflanze für die Raupen des Kleinen Ampfer-Feuerfalters.
Er ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet die Pflanze wird mehr als zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Die Triebspitzen und die knospigen Blütenstände können gegart verschiedene Gemüsegerichte ergänzen. Aus den Samen kann ein Tee zubereitet werden.
Ihren deutschen Namen erhielt die Pflanze aufgrund ihres sauren Geschmacks der Blätter. Der Gattungsname "Rumex" bedeutet auf Lateinisch "Wurfspeer" und deutet auf die Blattform der Pflanzen dieser Gattung hin. Das Artepitheton "Acetosa" bedeutet "essigsauer".
Er ist essbar. Jedoch enthält er wie alle Rumex-Arten viel Oxalsäure und sollte nicht in großen Mengen gegessen werden.
Quellen
Habitus, Wohlert Wohlers, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_acetosa_1_Pflanze_IMG_2518_Wohlers.JPG
Blätter, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Veldzuring_Rumex_acetosa.jpg
Blüten & Früchte, Ivar Leidus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rumex_acetosa_-_Hapu_oblikas.jpg
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Wohlers, W. (2016) Rumex acetosa - Großer Sauerampfer (JKI-Pflanzenportraits), URL: https://offene-naturfuehrer.de/web/Rumex_acetosa_-_Gro%C3%9Fer_Sauerampfer_(JKI-Pflanzenportraits) (Abgerufen: 20.07.2016).
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Wiesen-Sauerampfer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 03.05.2016, 16:52 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiesen-Sauerampfer&oldid=154068117 (Abgerufen: 20.07.2016).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5073& (Abgerufen: 20.07.2016).