Beschreibung
Das Kleine Schneeglöckchen kann bis zu 20 cm hoch werden.
Die zwei Blätter entspringen aus einer unterirdisch liegenden Zwiebel und scheinen direkt aus der Erde zu kommen (grundständig). Sie sind länglich, schmal und blaugrün bereift.
Der Stängel wächst aufrecht und ist blaugrün.
Die weiße Blüte setzt sich aus drei äußeren und drei inneren Blütenblättern zusammen. Die inneren Blütenblätter sind kürzer und haben einen grünen Fleck an der Spitze. Die Blüte hängt an einem Blütenstängel und wird von einem Hüllblatt überragt.
Die Früchte sind grüne, ei- bis kugelförmige Kapseln.
Merkmale
Kleines Schneeglöckchen
Galanthus nivalis
giftig
einzelne, nickende Blüte
Blüte von Hochblatt überragt
In der Stadt
Das Kleine Schneeglöckchen wird häufig als Zierpflanze in Gärten und Parks angepflanzt. Besonders in alten Obstgärten und auf Kirchhöfen ist es verwildert und hat sich eingebürgert. Es wächst aber auch in Auen- und Laubwäldern und unter Gebüschen. Es wächst auf nährstoffreichen und sickerfeuchten Böden. Es ist eine Halbschattenpflanze.
Wissenswertes
Es steht unter Naturschutz.
Die Blüten ertragen Frost und schieben sich oft durch die Schneedecke ans Licht.
Insekten können sie auch im Schnee gut erkennen, da sie das UV-Licht stark reflektieren.
Die Blütezeit ist von Februar bis März. Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Die Bestäuber sind vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Der Pollen rieselt auf die sich anklammernden Bienen und Falter herab. Vor dem Verblühen erfolgt Selbstbestäubung.
Die Samen werden durch Ameisen verbreitet.
- Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
- Nutzung:
Aus der Pflanze isolierte Bestandteile werden in Arzneimitteln zur Behandlung von Alzheimer verwendet.
Das Kleine Schneeglöckchen kommt in Süddeutschland wild vor. In Berlin wurde es als Zierpflanze eingeführt und verwilderte. Es gehört hier zu den nicht-einheimischen Arten (Neophyten).
Die ganze Pflanze ist giftig. Die Vergiftungssymptome sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Quellen
Habitus, Andreas Eichler, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2015.03.08.-01-Mannheim_Vogelstang--Kleines_Schneegloeckchen.jpg
Blüte, André Karwath, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galanthus_nivalis_close-up_aka.jpg
Blüte, Matthias Graf aka Storke, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Snowdrop_Galanthus_nivalis.JPG
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Kleines Schneeglöckchen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.12.2017, 08:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kleines_Schneegl%C3%B6ckchen&oldid=171878823 (Abgerufen: 08.02.2018).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2518& (Abgerufen: 08.02.2018).