Beschreibung
Der Rote Fingerhut kann bis zu zwei Meter hoch werden.
Die Blätter stehen in einer Blattrosette in Bodennähe und sind am Stängel spiralig angeordnet. Sie sind eiförmig und zugespitzt. Sie haben eine graufilzige Unterseite. Der Blattrand ist gekerbt.
Der Stängel wächst aufrecht und selten verzweigt.
Die zahlreichen Blüten stehen in langen, einseitigen Trauben übereinander. Sie sind glockenförmig, rosarot bis purpurn und behaart. Innen haben die Blüten dunkelrote, weiß umrandete Punkte.
Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel.
Merkmale
Roter Fingerhut
Digitalis purpurea
stark giftig
große rosarote bis purpurne Blüten
dunkelrot gepunkteter Blütenschlund
In der Stadt
In der Stadt ist der Rote Fingerhut an Waldwegen und Lichtungen oder in Gärten zu finden. Die Pflanze ist auffällig und wird trotz ihrer starken Giftigkeit oft in städtischen Gärten gepflanzt. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige und frische Standorte auf humusreichen Böden.
Wissenswertes
Medizinisch werden die Inhaltsstoffe des Roten Fingerhutes zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche eingesetzt.
Die Flecken in der Blüte täuschen Staubbeutel vor und locken dadurch Bestäuber an.
Er blüht von Juni bis August.
Er ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Alle Pflanzenteile sind hochgiftig und können zu tödlichen Vergiftungen und Herzstillstand führen.
Quellen
Habitus, Jörg Hempel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_purpurea_LC0082.jpg
Blüte quer, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Digitalis_purpurea_(2).JPG
Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Digitalis_purpurea_(1).JPG
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Roter Fingerhut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.11.2016, 20:11 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roter_Fingerhut&oldid=159630435 (Abgerufen: 29.11.2016).