Digitalis purpurea

Roter Fingerhut

Fingerkraut, Fuchskraut, Schwulstkraut

Habitus (CC BY-SA 3.0) Jörg Hempel

Beschreibung

Der Rote Fingerhut kann bis zu zwei Meter hoch werden.

Die Blätter stehen in einer Blattrosette in Bodennähe und sind am Stängel spiralig angeordnet. Sie sind eiförmig und zugespitzt. Sie haben eine graufilzige Unterseite. Der Blattrand ist gekerbt.

Der Stängel wächst aufrecht und selten verzweigt.

Die zahlreichen Blüten stehen in langen, einseitigen Trauben übereinander. Sie sind glockenförmig, rosarot bis purpurn und behaart. Innen haben die Blüten dunkelrote, weiß umrandete Punkte.

Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel.

Merkmale

Roter Fingerhut

Digitalis purpurea
  • stark giftig

  • große rosarote bis purpurne Blüten

  • dunkelrot gepunkteter Blütenschlund

Blüte quer (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

In der Stadt ist der Rote Fingerhut an Waldwegen und Lichtungen oder in Gärten zu finden. Die Pflanze ist auffällig und wird trotz ihrer starken Giftigkeit oft in städtischen Gärten gepflanzt. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige und frische Standorte auf humusreichen Böden.

Wissenswertes

  • Medizinisch werden die Inhaltsstoffe des Roten Fingerhutes zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche eingesetzt.

  • Die Flecken in der Blüte täuschen Staubbeutel vor und locken dadurch Bestäuber an.

  • Er blüht von Juni bis August.

  • Er ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Alle Pflanzenteile sind hochgiftig und können zu tödlichen Vergiftungen und Herzstillstand führen.

Blütenstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Habitus, Jörg Hempel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_purpurea_LC0082.jpg

Blüte quer, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Digitalis_purpurea_(2).JPG

Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Digitalis_purpurea_(1).JPG

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.

Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seite „Roter Fingerhut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.11.2016, 20:11 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roter_Fingerhut&oldid=159630435 (Abgerufen: 29.11.2016).