Beschreibung
Die Wiesen-Margerite kann bis zu 80 cm hoch werden.
Die länglichen Blätter sind meist grob gezähnt oder eingeschnitten (fiederspaltig). Sie wachsen in einer Grundrosette sowie einzeln und locker abwechselnd am Stängel (wechselständig).
Der aufrechte Stängel ist kantig und meist unverzweigt.
Auf den ersten Blick kann der Blütenkorb für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht aus zahlreichen einzelnen weißen Zungenblüten am Rand und in der Mitte aus gelben Röhrenblüten. Der Blütenkorb ist flach.
Die Pflanze bildet kleine, gerippte, nussähnliche Früchte.
Merkmale
Wiesen-Margerite
Leucanthemum vulgare
weißer Blütenkorb mit gelber Mitte
einzelner Blütenkorb am Ende des Stängels
In der Stadt
Wie der Name schon erahnen lässt, wächst die Wiesen-Margerite bevorzugt auf Wiesen, Weiden und Halbtrockenrasen. Sie ist außerdem eine beliebte Zierpflanze und wird häufig als Garten- oder Kübelpflanze genutzt. Sie kann auf Böden aller Art wachsen, kommt aber nicht an sehr nährstoffreichen oder kühl-nassen Standorten vor.
Wissenswertes
Auf gemähtem Rasen neigt sie dazu, sich großflächig auszubreiten und zu wuchern.
Anfang des 20. Jahrhunderts fanden die sogenannten Margeritentage zum Sammeln von Spenden für wohltätige Zwecke statt. Dabei wurden die Straßen mit Margeriten festlich geschmückt.
Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober.
Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Der Blütenkorb dient als Schauorgan für Blütenbesucher wie Wildbienen, Wespen, Fliegen, Käfer und Tagfalter. Es kann aber auch spontane Selbstbestäubung stattfinden.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Die jungen Blätter können roh als Salatbeilage gegessen werden. Die jungen Triebe und Blütenknospen können wie Gemüse zubereitet werden.
Die Wiesen-Margerite ist in ganz Europa einheimisch und weit verbreitet.
Der Name Margerite stammt aus dem französischen und bedeutet Perle.
Sie ist nicht giftig. Jedoch können fast alle Pflanzenteile Kontaktallergien auslösen.
Quellen
Habitus, Wilhelm Zimmerling PAR, , CC BY-SA 4.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fe/Ruhland%2C_Grenzstr._3%2C_Wiesen-Margerite%2C_Bl%C3%BCtenknospe%2C_Sp%C3%A4tfr%C3%BChling%2C_03.jpg
Habitus, David Rasp, CC BY-SA 4.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/20180525Leucanthemum_vulgare.jpg
Blüte, Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/Leucanthemum_vulgare_kz05.jpg
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
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