Bombina variegata

Gelbbauchunke

Bergunke

Habitus (CC BY-SA 3.0) Christoph Leeb

Beschreibung

Gelbbauchunken haben eine graubraun gefärbte Oberseite mit einer sehr warzigen und rauen Haut. Die Unterseite ist gelb-orange mit einer grauen oder schwarzen Fleckenzeichnung. Sie besitzt die für die Unken typische herzförmige Pupillenform.

Während der Paarungszeit bilden die Männchen dunkelbraune Brunftschwielen an den Innenseiten der Unterarme und an mehreren Fingern aus.

Merkmale

Gelbbauchunke

Bombina variegata
  • gelb-orange Unterseite mit dunklen Flecken

  • herzförmige Pupillenform

Jungtier (CC-BY-SA-3.0) Christian Fischer

In der Stadt

In Gebieten, wo die natürliche Landschaftsdynamik oft nicht mehr vorhanden ist, lebt die Gelbbauchunke vorwiegend in von Menschen geschaffenen Lebensräumen. Die Pionierart besiedelt so z.B. Abgrabungen auf Industrieflächen und Truppenübungsplätzen.

Wissenswertes

  • Bei Gefahr präsentieren sie Teile ihrer leuchtend gelben Unterseite, indem sie die „Kahnstellung“ einnehmen. Sie drücken dabei den Rücken durch und heben ihre Arme und Beine seitlich an.

  • Das gelb-schwarze Zeichenmuster auf der Unterseite kann als individuelles Unterscheidungsmerkmal herangezogen werden.

  • Gelbbauchunken sind sehr langlebig. Im Freiland können Tiere über 20 Jahre alt werden.

  • Erreicht die Pionierat eine staatliche Populationsstärke innerhalb eines Habitats, neigt sie zum Wandern und Erschließen neuer Lebensräume.

  • Im gemeinsamen Verbreitungsgebiet kommt es zu Kreuzungen mit der Rotbauchunke. Bei diesen Nachkommen ist eine Vermischung der Merkmale (Hybridbildung) bemerkbar.

  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: stark gefährdet
  • Gelbbauchunken können über ihre Haut ein leicht flüchtiges Gift abgeben. Das bei Bedrohung abgesonderte Sekret kann beim Menschen zu Schleimhautirritationen führen.

Habitus (CC-BY-SA-3.0) Rosenzweig

Quellen

Habitus , Christoph Leeb, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gelbbauchunke1.jpg

Jungtier, Christian Fischer, CC-BY-SA-3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:BombinaVariegataJuv.jpg

Habitus , Rosenzweig, CC-BY-SA-3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bombina_variegata_Weinsberg_20070707_3_crop.jpg

Seite „Gelbbauchunke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 08.10.2017, 08:55 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gelbbauchunke&oldid=169787709 (Abgerufen: 16.02.2018).

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) Ein Leben in Pfützen. Die Gelbbauchunke (Bombina variegata), URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10637.html (Abgerufen: 16.02.2018).

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Bundesfachausschuss Feldherpetologie/Ichthyofaunistik im NABU (o.J.) Gelbbauchunke , Bombina variegata, LINNEAEUS, 1758, URL: http://www.amphibienschutz.de/amphib/gun.htm (Abgerufen: 16.02.2018).

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