Blitum bonus-henricus

Guter Heinrich

Grüner Heinrich

Habitus (CC BY-SA 3.0) Thomas Mathis

Beschreibung

Der Gute Heinrich kann bis zu 80 Zentimeter hoch werden.

Die Blätter sind sehr groß und dreieckig bis pfeilförmig. Die Unterseite ist leicht mehlig bestäubt. Sie sind fast ganzrandig und mattgrün.

Der Stängel wächst aufrecht und unverzweigt. Er ist gerippt und leicht mehlig bestäubt.

Die unscheinbaren Blüten sitzen in dichten Büscheln als kegelförmiger Blütenstand am oberen Ende des Stängels. Sie sind leicht mehlig bestäubt.

Die linsenförmigen Früchte sind dunkelbraun bis schwarz und matt.

Merkmale

Guter Heinrich

Blitum bonus-henricus
  • dreieckige oder pfeilförmige Blätter

  • dichte, endständige Blütenrispe

Blütenstand (CC BY-SA 4.0 ) Robert Flogaus-Faust

In der Stadt

Der Gute Heinrich bevorzugt sehr nährstoff- und ammoniakreiche Böden und wächst daher vor allem in der Nähe von Siedlungen und Bauernhöfen. Man findet ihn aber auch an Wegen, Straßen und Zäunen. Mit zunehmender Größe der Stadt, findet der Gute Heinrich weniger geeignete Standorte und sein Vorkommen geht zurück.

Wissenswertes

  • Heilkundige nutzten früher zerstoßene Blätter und Wurzeln zur Wundheilung.

  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.

  • Er ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet die Pflanze wird mehr als zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Die Blüten werden durch den Wind bestäubt.

  • Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Anhaftung an Tieren oder Menschen sowie durch Verdauungsausbreitung von Tieren.

  • Der Name Guter Heinrich entstammt dem Volksglauben und bezieht sich auf gute Geister, die früher oft Heinrich oder Heinz genannt wurden. Die Geister sollen die Heilkraft der Pflanze bewirken.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: gefährdet
  • Er hat seinen Ursprung in Mitteleuropa. Er wurde aber bereits als nicht einheimische Pflanze (Neophyt) in den Osten Nordamerikas eingeführt.

  • Die Blätter können wie Spinat zubereitet und gegessen werden. Sie enthalten reichlich Vitamin C und Eisen. Junge Sprosse ähneln Spargel und eigenen sich ebenfalls zum Verzehr.

Habitus (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

Quellen

Habitus, Thomas Mathis, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chenopodium_bonus-henricus.JPG

Blütenstand, Robert Flogaus-Faust, CC BY-SA 4.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blitum_bonus-henricus_RF.jpg

Habitus, Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chenopodium_bonus-henricus_sl11.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Guter Heinrich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13.09.2017, 08:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Guter_Heinrich&oldid=169039027 (Abgerufen: 11.01.2018).