Beschreibung
Der Topinambur kann eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Der Trieb ist einjährig und stirbt im Herbst ab. Die unterirdische Sprossknolle ist ein Überdauerungsorgan.
Die großen Blätter sind eiförmig, zugespitzt und haben einen Stiel. Sie sind dicht behaart und fühlen sich dadurch rau an.
Der Stängel ist aufrecht und verzweigt. Er endet in einem mehrfach verzweigten Gesamtblütenstand mit mehreren Blütenkörben.
Auf den ersten Blick kann der Blütenkorb für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht jedoch aus zahlreichen einzelnen am Rand gelben Zungenblüten und in der Mitte gelben bis dunkelbraunen Röhrenblüten.
Die Pflanze bildet kleine, platte, nussähnliche Früchte, die wie Sonnenblumenkerne aussehen.
Merkmale
Topinambur
Helianthus tuberosus
Knollen kurz unterhalb der Erde
große sonnengelbe Blütenkörbe
In der Stadt
Topinambur besiedelt vor allem Uferbereiche von Fließgewässern und trägt mit seinen Wurzeln zur Uferbefestigung bei. Er wird auch häufig als Zierpflanze in Gärten gepflanzt und breitet sich von dort aus. Er bevorzugt mäßig nährstoffreiche, sonnige Standorte mit sandigen Böden.
Wissenswertes
Die Knollen schmecken süßlich, ähnlich wie Artischocken und haben eine wässrige Konsistenz. Sie können sowohl roh gegessen als auch wie Kartoffeln zubereitet werden.
Topinambur zählt zur der Gattung der Sonnenblumen und ist nahe mit der Sonnenblume verwandt.
Aus der Knolle kann ein Sirup oder Fruchtzucker hergestellt werden.
Die Knollen der Pflanze sind ein geeignetes Lebensmittel für Diabetiker.
Sie werden auch als Mittel zur Gewichtsreduktion eingesetzt, da sie besonders ballaststoffreich sind.
Topinambur blüht von August bis November.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
Der deutsche Name Topinambur leitet sich aus dem Namen des brasilianischen, indigenen Volkes Tupinambá ab.
Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Anfang des 17. Jahrhunderts kamen die Knollen der Pflanze nach Europa. Er gehört damit zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
Im 19. Jahrhundert wurden die Knollen zu einem wichtigen Nahrungs- und Futtermittel in Europa. Kurz darauf wurden sie von der Kartoffel verdrängt.
Quellen
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Helianthus_tuberosus_(13).JPG
Blütenkorb mit Röhren- und Zungenblüten, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Helianthus_tuberosus_(37).JPG
Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Helianthus_tuberosus_(15).JPG
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Seite „Topinambur“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29.07.2016, 17:58 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Topinambur&oldid=156565287 (Abgerufen: 14.09.2016).