Heracleum sphondylium

Gewöhnliche Bärenklau

Wiesen-Bärenklau

Habitus (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Beschreibung

Der Gewöhnliche Bärenklau kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.

Die Blätter sind gelappt bis einfach eingeschnitten (fiedeteilig) und unregelmäßig gesägt. Am Ansatz des Blattes ist der, die Sprossachse umfassende, Blattgrund (Blattscheide) bauchig aufgeblasen. Die Blätter riechen beim Zerrieben unangenehm.

Der Stängel ist kantig und gefurcht. Er hat steife, borstige Haare.

Die kleinen, weißen Einzelblüten stehen gemeinsam in einem großen doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartige Verzweigung (Dolde) mit einer weiteren, kleineren Dolde. Die Randblüten haben oft größere Blütenblätter.

Die Frucht ist scheibenförmig, kahl und besteht aus zwei Teilfrüchten.

Merkmale

Gewöhnliche Bärenklau

Heracleum sphondylium
  • hautreizend

  • unangenehmer Geruch

  • bauchig aufgeblasener Blattgrund

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Frank Vincentz

In der Stadt

In der Stadt ist der Gewöhnliche Bärenklau auf Wiesen, Waldrändern und in Ufernähe zu finden. Er bevorzugt frische und nährstoffreiche Standorte.

Wissenswertes

  • Die lappigen Blätter erinnern an Tatzen. Daraus lässt sich auch der Name Bärenklau ableiten.

  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.

  • In der Volksmedizin wird er u. a. gegen Hysterie, Epilepsie und Bronchitis eingesetzt.

  • Das Berühren der Pflanze kann bei empfindlichen Menschen starke Hautentzündungen auslösen.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der wissenschaftliche Gattungsname "Heracleum" lässt sich von dem griechischen Helden der Antike, Herakles, ableiten.

Knospe (CC BY-SA 4.0) Michel Langeveld

Quellen

Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HeracleumSphondylium1.jpg

Blütenstand, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heracleum_sphondylium_08_ies.jpg

Knospe, Michel Langeveld, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heracleum_sphondylium_147451820.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2820& (Abgerufen: 15.03.2017).