Beschreibung
Der Gewöhnliche Bärenklau kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.
Die Blätter sind gelappt bis einfach eingeschnitten (fiedeteilig) und unregelmäßig gesägt. Am Ansatz des Blattes ist der, die Sprossachse umfassende, Blattgrund (Blattscheide) bauchig aufgeblasen. Die Blätter riechen beim Zerrieben unangenehm.
Der Stängel ist kantig und gefurcht. Er hat steife, borstige Haare.
Die kleinen, weißen Einzelblüten stehen gemeinsam in einem großen doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig einer schirmartige Verzweigung (Dolde) mit einer weiteren, kleineren Dolde. Die Randblüten haben oft größere Blütenblätter.
Die Frucht ist scheibenförmig, kahl und besteht aus zwei Teilfrüchten.
Merkmale
Gewöhnliche Bärenklau
Heracleum sphondylium
hautreizend
unangenehmer Geruch
bauchig aufgeblasener Blattgrund
Verwechslungsarten
In der Stadt
In der Stadt ist der Gewöhnliche Bärenklau auf Wiesen, Waldrändern und in Ufernähe zu finden. Er bevorzugt frische und nährstoffreiche Standorte.
Wissenswertes
Die lappigen Blätter erinnern an Tatzen. Daraus lässt sich auch der Name Bärenklau ableiten.
Die Blütezeit ist von Juni bis September.
In der Volksmedizin wird er u. a. gegen Hysterie, Epilepsie und Bronchitis eingesetzt.
Das Berühren der Pflanze kann bei empfindlichen Menschen starke Hautentzündungen auslösen.
Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der wissenschaftliche Gattungsname "Heracleum" lässt sich von dem griechischen Helden der Antike, Herakles, ableiten.
Quellen
Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HeracleumSphondylium1.jpg
Blütenstand, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heracleum_sphondylium_08_ies.jpg
Knospe, Michel Langeveld, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heracleum_sphondylium_147451820.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Wiesen-Bärenklau“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29.01.2017, 05:37 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiesen-B%C3%A4renklau&oldid=162095620 (Abgerufen: 15.03.2017).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2820& (Abgerufen: 15.03.2017).