Lathyrus tuberosus

Knollen-Platterbse

Habitus (CC BY-SA 3.0) Franz Xaver

Beschreibung

Die Knollen-Platterbse kann bis zu einen Meter lang werden.

Ein Blatt besteht aus zwei Teilblättern und endet in einer verzweigten Ranke (paarig gefiedert). Die einzelnen Fiederblättchen sind breit lanzettlich bis eiförmig und auf der Unterseite bläulich.

Der Stängel wächst liegend bis kletternd. Er ist vierkantig und ungeflügelt.

Die Blüten sind leuchtend rosa und stehen in Trauben zusammen (Blütenstände). Sie besitzen fünf Kronblätter, die eine typische Schmetterlingsblüte bilden. Das große, obere Kronblatt ist die Fahne und steht nach oben ab. Die zwei kleineren, seitlichen Kronblätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles Schiffchen, das die Staubbeutel und den Stempel umgibt.

Die Frucht ist eine ledrig braune, längliche und zusammengedrückte Hülse.

Merkmale

Knollen-Platterbse

Lathyrus tuberosus
  • schwach giftig

  • Blätter mit Ranke

  • ungeflügelter Stängel

Wurzelknolle (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

In der Stadt

Die Knollen-Platterbse bevorzugt warme, mäßig trockene und kalkreiche Böden. In der Stadt wächst sie daher häufig an Wegrändern, Hecken und Schuttplätzen. Man findet sie auch auf Getreideäckern und in Gärten, da sie früher als Nutzpflanze häufig angebaut wurde.

Wissenswertes

  • Die haselnussgroßen Wurzelknollen werden wegen ihrer Form auch "Erdeicheln" genannt.

  • Für die Familie der Hülsenfruchtgewächse ist ein Zusammenleben mit Wurzelknöllchenbakterien typisch. Die Bakterien versorgen die Pflanze mit Stickstoff. Da die Bakterien für die Stickstoffbindung eine Pflanze benötigen, wirkt sich dieses Zusammenleben auf beide Arten positiv aus (Symbiose).

  • Die Blütezeit ist von Juni bis August.

  • Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Die stärkereichen Wurzelknollen können roh oder gekocht verzehrt werden. Sie wurden früher zur Schweinemast oder als nahrhafte Speise angebaut.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Im 16. Jahrhundert wurde aus den stark duftenden Blüten Parfüm gewonnen.

  • Sie ist in Deutschland einheimisch. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist in Europa bis Westasien. In Nordamerika wurde sie durch den Menschen eingeführt.

  • Die Pflanze ist schwach giftig.

Habitus (CC BY-SA 3.0) Franz Xaver

Quellen

Habitus, Franz Xaver, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lathyrus_tuberosus_4.jpg

Wurzelknolle, Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lathyrus_tuberosus_sl24.jpg

Habitus, Franz Xaver, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lathyrus_tuberosus_1.jpg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

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