Luscinia megarhynchos

Nachtigall

Habitus (CC BY-SA 3.0) J. Dietrich, derivative work: Bogbumper (talk)

Beschreibung

Die Nachtigall ist klein, braun und eher unscheinbar. Das Gefieder ist auf der Körperoberseite rotbraun und auf der Unterseite hellgrau bis bräunlich. Die schwarzen Augen sind weiß umrandet. Der Schnabel und die Beine sind gelblich rosa. Sie ist gut an ihrem charakteristischen Gesang zu erkennen.

Merkmale

Nachtigall

Luscinia megarhynchos
  • auffälliger Gesang

Gesang

Frommolt, CC BY-SA 3.0

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Verwechslungsarten

Sprosser

Luscinia luscinia
Der Sprosser sieht der Nachtigall sehr ähnlich. Seine Unterseite ist aber nicht einfarbig, sondern an der Brust und Kehle leicht dunkler gefleckt. Auch der Gesang ist ähnlich.
Habitus (CC BY-SA 3.0) Frebeck

In der Stadt

Die Nachtigall ist häufig in der Stadt zu finden. Sie lebt bevorzugt auf Friedhöfen, in Parkanlagen und in Gärten. Jedoch findet sie dort immer seltener geeignete Brutmöglichkeiten, da durch stärkere Pflegemaßnahmen das nötige dichte Unterholz und die schützende Falllaubschicht entfernt werden.

Wissenswertes

  • Berlin wird auch als Hauptstadt der Nachtigallen bezeichnet.

  • Stadtnachtigallen singen deutlich lauter als Waldnachtigallen. Mit über 100dB wird in der Stadt der Straßenverkehr übertönt. Besonders nachts sind sie gut zu hören.

  • Es singen nur die männlichen Vögel. Diese müssen den Gesang erst lernen und sind daher im ersten Jahr nur schwer als Nachtigall zu erkennen.

  • Die Nachtigall kann von April bis August in Deutschland beobachten werden. Sie gilt vielerorts als Frühlingsbote.

  • Sie ist ein Zugvogel und zieht Ende August nach Mittelafrika, insbesondere nach Liberia und in den Sudan.

  • Sie ernährt sich hauptsächlich von Beeren, Insekten, Würmern und Spinnen.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Früher galt der Gesang der Nachtigall als schmerzlindernd und sollte dem Sterbenden einen sanften Tod und dem Kranken eine rasche Genesung bringen.

  • Das Zitat "es war die Nachtigall und nicht die Lerche" stammt aus Shakespeares "Romeo und Julia" und verweist auf die nächtliche Gesangsaktivität des Männchens zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden. Er gilt daher vor allem in der englischen Dichtung als Liebesvogel.

  • Der Name bezieht auf die nächtlichen Gesänge.

Habitus (CC BY-SA 4.0) Marcel Burkhardt

Quellen

Habitus , J. Dietrich, derivative work: Bogbumper (talk), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nachtigall_%28Luscinia_megarhynchos%29-2.jpg

Habitus , Frebeck, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nachtigall_singend_Stromkabel.jpg

Habitus , Marcel Burkhardt, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Luscinia_megarhynchos_megarhynchos_-_Marcel_Burkhardt.jpg

Seite „Nachtigall“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.07.2020, 09:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nachtigall&oldid=201774783 (Abgerufen: 26.11.2020).

Bejcek, V. (1988): Zugvögel: S.150, Verlag Werner Dausien, Hanau/Main.

Witt, K. & Steiof, K. (2013) Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.) Berliner Ornithologischer Bericht, Band 23, Berlin: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V., 1-23.

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (2016) Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. 5. Fassung, veröffentlicht August 2016, URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html (Abgerufen: 07.04.2017).