Beschreibung
Der Winterling kann bis zu 20 cm groß werden.
Die Blätter sind rundlich und tief eingeschnitten. Sie scheinen direkt aus der Erde zu kommen. Zusätzlich sitzen direkt unter der Blüte drei Stängelblätter, die einen Scheinquirl bilden.
Der Stängel wächst aufrecht und unverzweigt. Er ist kräftig und hat bis auf die drei Stängelblätter keine weiteren Blätter.
Die Blüte hat meist sechs gelbe Blütenblätter. Sie sitzt einzeln am Ende des Stängels.
Die Pflanze bildet pro Blüte mehrere, sich an der Oberseite öffnende Balgfrüchtchen.
Merkmale
Winterling
Eranthis hyemalis
giftig
blüht bereits im Februar
In der Stadt
Der Winterling gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden im Halbschatten. Er ist eine beliebte Garten- und Parkpflanze und verwildert bei günstigen Bedingungen gelegentlich. Wild wächst er auf Weinbergen, in Obstgärten und unter Gebüschen.
Wissenswertes
Die Blüten öffnen sich bei Tag und gutem Wetter und schließen sich nachts und bei schlechtem Wetter. Durch diese Bewegung wachsen die Blütenblätter in die Länge.
Die Blüten locken Bestäuber wie Fliegen und Bienen an. Doch nur Letztere haben einen ausreichend langen Rüssel, um an den Nektar zu gelangen.
Die Blütezeit ist von Februar bis April und dauert nur eine Woche an.
Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
In Deutschland wird er bereits seit dem 16. Jahrhundert als Gartenpflanze genutzt. Er gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
Die ganze Pflanze ist giftig.
Quellen
Habitus, 3268zauber, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Winterling_halb_ge%C3%B6ffnet.JPG
Blüte, gaucho, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Winterling-Bluete-70.jpg
Balgfrucht, Rüdiger Kratz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eranthis-hyemalis_028a.jpg
Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
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