Linaria vulgaris

Gewöhnliches Leinkraut

Echtes Leinkraut, Frauenflachs, Gemeines Leinkraut, Kleines Löwenmaul

Habitus (CC-BY-SA 2.0) Tony Atkin

Beschreibung

Das Gewöhnliche Leinkraut kann bis zu 70 Zentimter hoch werden.

Die bläulich-grünen Blätter sind länglich und schmall. Sie sitzen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig).

Der Stängel wächst aufrecht und meist unverzweigt. Er kann am Grund etwas verzweigt sein. Er ist dünn und dicht beblättert.

Die Blütenkrone besteht aus zwei Lippen und einer langen, spitzen Ausbuchtung (Sporn). Sie ist hellgelb. Der Blütenschlund wird durch eine orangegelbe "Maske" verschlossen. Die Blüten sitzen in dichten Blütenständen am Ende des Stängels.

Die Früchte sind eiförmige Kapselfrüchte mit kleinen schwarzen Samen darin.

Merkmale

Gewöhnliches Leinkraut

Linaria vulgaris
  • langer Sporn an der Blüte

Blüte (CC BY-SA 2.5) Fritz Geller-Grimm

In der Stadt

Das Gewöhnliche Leinkraut kam ursprünglich in Küstennähe vor. Es bevorzugt offene, warme Standorte, die in der Stadt häufiger zu finden sind als in seiner natürlichen Umgebung. Es kommt daher sehr oft im menschlichen Siedlungsbereich vor. Man findet es auf Flussschotter, Eisenbahndämmen, Äckern, Brachflächen und an Straßenrändern.

Wissenswertes

  • Die "Maske" immitiert ein großes Staubblatt und soll Insekten anlocken.

  • Die Blüte ist verschlossen und kann nur von kräftigen Insekten wie Hummeln und Bienen geöffnet werden. Man nennt die Blüte deswegen auch Kraftblume.

  • Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

  • Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Es produziert bis zu 32.000 Samen pro Pflanze.

  • Die Samen werden vom Wind und Regen, aber auch durch Ameisen, ausgebreitet.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Das Gewöhnliche Leinkraut ist in Mitteleuropa einheimisch.

  • Der Pflanzensaft galt früher als Schönheitsmittel. Auf die Haut aufgetragen, soll er Flecken und Sommersprossen aufhellen.

Fruchtstand (CC0 1.0) AnRo0002

Quellen

Habitus, Tony Atkin, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_Toadflax_-_Linaria_vulgaris_-_geograph.org.uk_-_215978.jpg

Blüte, Fritz Geller-Grimm, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Linaria_vulgaris_fg01.jpg

Fruchtstand, AnRo0002, CC0 1.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20160925Linaria_vulgaris3.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Echtes Leinkraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24.02.2018, 22:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echtes_Leinkraut&oldid=174360433 (Abgerufen: 13.03.2018).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3433& (Abgerufen: 13.03.2018).