Beschreibung
Der Große Wiesenknopf kann bis zu 1,2 Meter hoch werden.
Die meisten Blätter stehen grundständig in Bodennähe. Wenige Blätter sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Ein Blatt besteht aus mehreren Teilblättern und endet mit einem einzelnen Endblättchen (unpaarig gefiedert). Sie sind am Rand grob gezähnt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die Unterseite graugrün.
Der Stängel ist aufrecht, gerillt und kahl bis wenig behaart.
Die Blüte ist ein kugeliger bis eiförmiger Kopf, dder aus zahlreichen braunroten Blüten besteht.
Die Früchte sind kleine Nüsse, die vom vierkantigen Kelch umschlossen sind.
Merkmale
Großer Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis
braunrote Blüten in rundlichen Köpfen
graugrüne Blattunterseite
In der Stadt
In der Stadt ist der Große Wiesenknopf recht selten und kann an Bachufern, in feuchten Gräben und auf Feucht- und Moorwiesen gesichtet werden. Er bevorzugt feuchte bis nasse, sonnige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichen Böden.
Im Gartenhandel werden Ziersorten des Großen Wiesenknopfs, z. B. die Sorte "Red Thunder" angeboten.
Wissenswertes
Er ist die Hauptnahrungsquelle der Raupen des Großen Moorbläulings und Dunklen Moorbläulings.
Er ist eine gute Futterpflanze.
Er blüht von Juni bis September.
Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der lateinische Gattungsname Sanguisorba lässt sich aus "sanguis" = Blut und "sorbere" = aufnehmen ableiten und deutet auf eine blutstillende Wirkung hin.
In der Volksmedizin wurde er als Pflanze mit blutstillenden Eigenschaften verwendet.
Quellen
Blütenstand, Ing.Mgr.Jozef Kotulič, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gerlachov_17Slovakia.jpg
Blatt, Dalgial, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sanguisorba_officinalis_1.JPG
Blüten, Björn Appel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sanguisorba-officinalis.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5235& (Abgerufen: 06.02.2017).