Impatiens glandulifera

Drüsiges Springkraut

Balsamine, Indisches Springkraut

Habitus (CC0 1.0) Leonhard Lenz

Beschreibung

Das Drüsige Springkraut kann einem schnell über den Kopf wachsen. Es wird in erstaunlich kurzer Zeit bis zu zwei Meter hoch.

Die Blätter sind länglich, eiförmig und scharf gezahnt. An der Basis tragen sie kleine rötliche Drüsen. Sie sitzen entweder paarweise gegenüber (gegenständig) am Stängel oder zu dritt strahlig an einem Knoten (dreizählig).

Der Stängel ist rötlich, leicht durchsichtig und an den Knoten verdickt, was ihm ein glasiges Aussehen verleiht.

Die Blüten leuchten purpurrot bis weiß. Sie sind helmartig geformt und nur von einer Seite her symmetrisch: Die linke und rechte Hälfte passen wie in einem Spiegel zueinander. Sie besitzen einen kleinen Blütenschlund (Rachenblumen) sowie einen grünen Sporn.

Nach der Blüte bilden sich längliche Kapseln. Bei der Reife platzen sie auf und schleudern die Samen weit in die Umgebung. Ein echter „Sprung“ in die Freiheit.

Merkmale

Drüsiges Springkraut

Impatiens glandulifera
  • große purpurrote bis weiße Blüten

  • drüsenreiche Blätter

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

In der Stadt findet man das Drüsige Springkraut oft an Flussufern, Teichen oder in feuchten Wäldern. In Gärten wird es als Zierpflanze gepflanzt. Es liebt feuchte bis nasse Böden, die reich an Nährstoffen sind, und kommt sowohl auf sandigen als auch auf lehmigen Untergründen gut zurecht.

In Asien wird das Springkraut traditionell als Färbemittel für Haut und Nägel genutzt.

Wissenswertes

  • Verbreitung:

    Das Drüsige Springkraut hat sich in kurzer Zeit in Europa ausgebreitet und gilt als invasive Pflanze, die viele heimische Arten verdrängen kann. Deshalb wird es oft bekämpft.

  • Die Pflanze besitzt an der Blattbasis unangenehm riechende Drüsen.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Blütezeit:

    Juni bis Oktober

  • Lebensform:

    einjährig - die Pflanze blüht nur einen Sommer lang. Sie stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Der wissenschaftliche Name „Impatiens“ bedeutet „ungeduldig“ oder „empfindlich“. Er passt perfekt zu der Pflanze: Schon bei der kleinsten Berührung springen ihre Früchte auf und schleudern die Samen in alle Richtungen.

  • Das Drüsige Springkraut stammt ursprünglich aus Ostasien. Es wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa gebracht und ist verwildert. Es gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • Die Samen können als Gewürz verwendet werden. Sie sollen angenehm nussig schmecken. Aus ihnen lässt sich außerdem Speise- und Brennöl gewinnen.

Blüte (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Habitus, Leonhard Lenz, CC0 1.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Impatiens_glandulifera_near_Rurberg_01.jpg

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Impatiens_glandulifera_(1).JPG

Blüte, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Impatiens_glandulifera_(39).jpg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.

Seite „Drüsiges Springkraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26.09.2016, 22:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dr%C3%BCsiges_Springkraut&oldid=158251636 (Abgerufen: 28.09.2016).