Alytes obstetricans

Gemeine Geburtshelferkröte

Fesslerkröte, Gewöhnliche Geburtshelferkröte, Glockenfosch, Nördliche Geburtshelferkröte

Habitus (CC BY-SA 2.0) Gilles San Martin

Beschreibung

Die Geburtshelferkröte hat eine krötenähnliche Gestalt mit kurzen Beinen. Die Oberseite ist gelb, braun bis hin zu olivgrün, oft schwarz-grünlich befleckt und mit kleinen runden, rötlichen Warzen übersät. Charakteristisches Merkmal ist ihre goldfarbene Iris mit einer senkrecht-schlitzförmigen Pupille. Mit ca. 5,5 cm Gesamtlänge zählt zu den kleineren Arten.

Merkmale

Gemeine Geburtshelferkröte

Alytes obstetricans
  • senkrecht-schlitzförmige Pupille

Verwechslungsarten

Iberische Geburtshelferkröte

Alytes cisternasii
Die Iberische Geburtshelferkröte besitzt drei Höcker auf den Handballen, während die gemeine Geburtshelferkröte nur zwei Höcker ausbildet.

Südostiberische Geburtshelferkröte

Alytes dickhilleni
Die Südostiberische Geburtshelferkröte trägt keine rötliche Warzenreihe auf der Oberseite.
Männchen mit gebundener Eierschnur am Hinterleib (CC-BY-SA-3.0) Christian Fischer

In der Stadt

Die typischen Lebensräume der Geburtshelferkröte sind genutzte Steinbrüche oder Tongruben mit einem Gewässer in der Nähe. Die Lebensraumstrukturen werden durch die Abbautätigkeiten bereitgestellt. Sie hat daher eine enge Bindung an diese anthropogen entstandenen Sekundärlebensräume der Kulturlandschaften. Im Siedlungsbereich trifft man sie auch in Gärten oder Friedhöfen an.

Wissenswertes

  • Die Geburtshelferkröte ist die einzige heimische Froschlurchart, bei der beide Geschlechter Paarungsrufe abgeben können.

  • Im Gegensatz zu anderen heimischen Amphibien verpaaren sich die Geburtshelferkröten mehrmals innerhalb eines Jahres von April bis August.

  • Das Besondere bei der Geburtshelferkröte ist vor allem ihre Fortpflanzung. Da die Weibchen ausschließlich am Land nach ihrer Entwicklung leben, werden die Eier an die Hinterbeine des Männchens gefesselt und zum Gewässer transportiert.

  • Männchen können bis zu 170 Eier und auch die Gelege von mehreren Weibchen gleichzeitig transportieren.

  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: gefährdet
  • Der Namen bezieht sich auf die außergewöhnliche Fortpflanzungsbiologie.

Jungtier (CC-BY-SA-3.0) Christian Fischer

Quellen

Habitus , Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alytes_obstetricans_(4536438842).jpg

Männchen mit gebundener Eierschnur am Hinterleib, Christian Fischer, CC-BY-SA-3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AlytesObstetricansMaleWithEggs.jpg

Jungtier, Christian Fischer, CC-BY-SA-3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:AlytesObstetricansJuv.jpg

Seite „Gemeine Geburtshelferkröte“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16.12.2017, 06:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeine_Geburtshelferkr%C3%B6te&oldid=172012689 (Abgerufen: 15.02.2018).

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) Unterwegs mit Eiern auf dem Rücken. Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans), URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10665.html (Abgerufen: 15.02.2018).

Schulte, U. & Wagner, N. (2013) Artensteckbrief Gemeine Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans), URL: https://feldherpetologie.de/heimische-amphibien-artensteckbrief/artensteckbrief-nordliche-geburtshelferkrote-alytes-obstetricans/ (Abgerufen: 15.02.2018).

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