Myotis daubentonii

Wasserfledermaus

Habitus (CC BY-SA 3.0) Gilles San Martin

Beschreibung

Die Wasserfledermaus ist graubraun mit einem helleren Bauch und großen Füße. Charakteristisch ist ihr Jagdflug dicht über Gewässern.

Merkmale

Wasserfledermaus

Myotis daubentonii
  • Jagdflug dicht über Gewässern

Verwechslungsarten

Teichfledermaus

Myotis dasycneme
Die Teichfledermaus ist insgesamt größer und hat größere Füße. Für eine sichere Unterscheidung wird die Unterarmlänge gemessen. Dafür muss die Fledermaus jedoch gefangen werden.
Habitus (CC BY-SA 2.5) Molekuel

In der Stadt

Die Wasserfledermaus jagt Insekten wie z.B. Mücken über Gewässern. In der Stadt findet man sie im Sommer meist in Parks, wo neben den nötigen Jagdgewässern auch alte Bäume als Nistplätze vorhanden sind. Den Winter überdauern sie in Höhlen oder Gebäuden.

Wissenswertes

  • Sie nutzt die Schwanzflughaut auch als Fangkescher.

  • In Deutschland verenden jedes Jahr ca. 300.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen. Unterschiedliche Druckverhältnisse in der Nähe von Windrädern lassen die inneren Organe zerplatzen (Barotrauma).

  • Sie fängt mit ihren großen Füßen kleine Insekten von der Wasseroberfläche.

  • Beim Jagdflug orientieren sie sich entlang bekannter Fluglinien. Wegweiser sind hierbei Baumstämme, Gebäudemauern oder Hecken.

  • Im Winter halten sie in einem großen Verbund gemeinsam Winterschlaf. Hierfür suchen sie kühle Höhlen oder Nischen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der wissenschaftlicher Name ehrt den französischen Zoologen Louis Jean-Marie Daubenton (1716–1799).

Habitus (CC BY-SA 3.0) Rauno Kalda

Quellen

Habitus , Gilles San Martin, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Myotis_daubentoni.jpg

Habitus , Molekuel, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Myotis-P1040975.jpg

Habitus , Rauno Kalda, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Myotsi_daubentonii.jpg

Seite „Wasserfledermaus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17.04.2016, 13:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wasserfledermaus&oldid=153555366 (Abgerufen: 10.05.2016).

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (o.J.) Zwergfledermaus, URL: http://www.izw-berlin.de/zwergfledermaus.html (Abgerufen: 11.05.2016).

Seite „Teichfledermaus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 03.04.2016, 21:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Teichfledermaus&oldid=153143225 (Abgerufen: 11.05.2016).

Landesfachausschuss Fledermausschutz NRW (NABU) (2000-2016) Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), URL: http://www.fledermausschutz.de/fledermausarten-in-europa/wasserfledermaus-myotis-daubentonii/ (Abgerufen: 30.12.2016).

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) Wasserfledermaus und Teichfledermaus. Nächtliche Flugshow über dem Wasser, URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/arten/01337.html (Abgerufen: 30.12.2016).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Wasserfledermaus, URL: http://www.ffh-anhang4.bfn.de/ffh-anhang4-wasserfledermaus.html (Abgerufen: 30.12.2016).

Klawitter, J., Altenkamp, R., Kallasch, C., Köhler, D., Krauß, M., Rosenau, S. & Teige, T. (2005) Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/saeugetiere/ (Abgerufen: 30.03.2021).

Haupt, H., Ludwig, G., Gruttke, H., Binot.Hafke, M., Otto C. & Pauly, A. (RED.) (2009): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg