Castor fiber

Europäischer Biber

Biber, Eurasischer Biber

Habitus (CC BY-SA 3.0) Per Harald Olsen

Beschreibung

Der Biber ist das größte einheimische Nagetier. Unverwechselbar ist sein langer platter, schuppiger Schwanz. Er ist grau bis dunkelbraun mit einem helleren Bauch. Während des Schwimmens schauen Kopf und Nacken aus dem Wasser. Meist sieht man jedoch nur seine Spuren: Biberburgen, Dämme und abgenagte Baumstämme. Er hat fünf fingerartige Zehen, zwischen denen sich Schwimmhäute befinden. Auf weichem Untergrund kann man die Abdrücke der Schwimmhäute und der Hauptfußballen meist gut erkennen.

Merkmale

Europäischer Biber

Castor fiber
  • platter, schuppiger Schwanz

  • Kopf und Nacken während des Schwimmens erkennbar

Trittsiegel (CC BY-SA 4.0) Dariusz Kowalczyk

In der Stadt

Biber findet man in der Nähe von Gewässern mit einer Mindesttiefe von 60-90 cm und geeigneten Bereichen für den Bau von Biberburgen. In Berlin wurden Biberpopulationen u.a. im Schlosspark Charlottenburg, dem Tiergarten und im Bereich der Rummelsburger Bucht gemeldet.

In ländlichen Gebieten kommt es häufiger zu Konflikten, da Biber die Landschaft aktiv verändern und unter anderem Wasserstände beeinflussen. Auch richten sie an Obst- und Kulturbäumen große Schäden an. Der Einzug von Bibern in die Innenstadt wird von der Presse dagegen positiv aufgenommen. Hier fallen sie jedoch häufig dem Straßenverkehr zum Opfer.

Wissenswertes

  • Biber nutzen beim Schwimmen ihren Schwanz als Steuerruder.

  • Im Mittelalter wurde er als Fisch deklariert, damit er zur Fastenzeit gegessen werden konnte.

  • Heute ist der Biber in Deutschland weit verbreitet. Grund hierfür sind sowohl Wanderbewegungen als auch gezielte Einführungen aus Artenschutz- sowie Gewässer- und Auenschutzgründen.

  • Der Biber ermöglicht mit seinen Dämmen wichtige Staufunktionen, die natürliche Auendynamiken unterstützen und sogar als Hochwasserschutz dienen können. Die vom Biber geprägten Lebensräume bieten auch vielen anderen Arten ein Zuhause und fördern so die Artenvielfalt an Gewässern und Auen.

  • Mittels spezieller Drüsen kann der Biber sein dichtes Haarfell einfetten. So schützt er sich vor Auskühlung im Wasser.

  • Seine langen, spitzen Schneidezähne wachsen kontinuierlich. Diese wetzt er an jungen Trieben und Baumstämmen ab. Als typische Spuren hinterlässt er spitz abgenagte Baumstämme sowie tiefe Kratzspuren.

  • Im 20. Jahrhundert wurde der Biber in Europa wiedereingebürgert. Hierbei wurden unter anderem auch gebietsfremde Arten, wie z.B. der Kanadische Biber, angesiedelt.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
Bau (CC BY-SA 3.0) Juliux

Quellen

Habitus, Per Harald Olsen, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Beaver_pho34.jpg

Trittsiegel, Dariusz Kowalczyk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Beaver_Castor_fiber_tracks_in_snow.jpg

Bau, Juliux, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Beaver_dam.jpg

Seite „Europäischer Biber“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29.04.2016, 09:37 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Europ%C3%A4ischer_Biber&oldid=153935803 (Abgerufen: 09.05.2016).

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Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Umwelt- und Naturschutzamt (o.J.) Biber (Castor fiber), URL: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/freizeit/gruen/artikel.280128.php (Abgerufen: 09.05.2016).

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