Populus tremula

Zitterpappel

Aspe, Espe

Blatt (CC BY-SA 2.5) Willow

Beschreibung

Die Zitterpapel kann bis zu 30 m hoch werden. Sie ist oft mehrstämmig mit schiefem Stamm. Die Krone ist licht und leicht unregelmäßig.

Die Blätter sind rundlich bis herzförmig und haben einen Stiel. Die Blattoberseite ist kahl und glänzend. Der Blattrand ist grob und stumpf gezähnt.

Die Rinde ist gelbbraun und glatt mit großen, rautenförmigen Korkwarzen. Die Borke ist dunkelgrau und längsrissig.

Die Einzelblüten stehen in „Kätzchen“ zusammen. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind bräunlich und die weiblichen Blüten grünlich.

Die Früchte sind kleine Kapseln mit leichten, flugfähigen Samen. Diese befinden sich in hängenden Fruchtständen. Die Samen sind von zahlreichen weißen, seidenweichen Haaren umgeben.

Merkmale

Zitterpappel

Populus tremula
  • rundliche, kahle Blätter

  • stumpf gezähnter Blattrand

  • Samen mit weißem Haarschopf

Rinde (CC BY-SA 2.5) Willow

In der Stadt

In der Stadt sind Pappeln oft an Brachflächen oder an hellen Standorten in Parks anzutreffen. Sie vertragen Trockenstress und ebenso gut längere Nässe. Sie sind salz- und immissionstolerant. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert. Dies macht die Zitterpappel zu einem guten Stadtbaum. Da ihr Lichtbedarf recht hoch ist, ist sie als Straßenbaum jedoch eher ungeeignet.

Wissenswertes

  • Die Blätter bewegen sich stark im Wind. Sie "zittern".

  • Der Wirkstoff Propolis, der von Bienen gesammelt und hergestellt wird, stammt u. a. von Pappelknospen. Er ist seit der Antike ein hoch geschätztes Heilmittel.

  • Sie blüht von Februar bis April.

  • Die Fruchtreife erfolgt im Mai bis Juni.

  • Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Zitter-Pappel, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Die Blätter der Zitterpappel reagieren auf den geringsten Wind und "zittern wie Espenlaub".

  • Die Samenbüschel (Pappelwolle) kann für Kissen- und Deckenfüllungen verwendet werden.

Habitus (CC BY-SA 2.5) Willow

Quellen

Blatt, Willow, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Populus_tremula_002.jpg

Rinde, Willow, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Populus_tremula_005.jpg

Habitus, Willow, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Populus_tremula_004.jpg

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.

Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

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