Beschreibung
Die Blasenesche ist ein bis zu 15 m hoher, sommergrüner Baum mit einer sehr breiten und ausladenden Krone.
Die großen Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie bestehen aus meist 7-15 Teilblättern, die mit einem einzelnen Endblättchen abschließen (unpaarig gefiedert). Diese Teilblätter sind unregelmäßig grob gesägt bis tief eingeschnitten.
Sie kann als Baum oder Strauch wachsen und hat meist einen aufrechten Stamm mit einer sehr breiten Krone. Die Borke ist graubraun und längsrissig.
Die Blüten sind gelb mit oranger Basis. Sie stehen in großen, reich verzweigten und aufrechten Rispen.
Die Früchte sind trockenhäutige Kapseln mit einer papierartigen, blasenförmigen Hülle. Die Samen sind etwa erbsengroß und dunkelbraun.
Merkmale
Blasenesche
Koelreuteria paniculata
große, blasige Kapseln
große, grob gekerbte Teilblätter
In der Stadt
Die Blasenesche wird häufig als Zierbaum in Parks und Gärten eingesetzt. Sie verträgt Trockenstress und ist in Mitteleuropa weitesgehend winterhart. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert.
Wissenswertes
Die Blasenesche ist einer der wenigen gelbblühenden Bäume. Auch blüht sie im Vergleich zu anderen Gehölzen auch relativ spät. Dies macht sie zu einem beliebten Zierbaum.
Sie blüht von Juni bis August.
Die Fruchtreife ist im August bis September.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
Die Blasenesche stammt aus China, Korea und Japan. In Europa wurde sie als Zierbaum eingeführt. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
Der wissenschaftliche Name der Blasenesche bezieht sich auf J.G. Koelreuter, einem Karlsruher Botaniker, der im 18. Jahrhundert lebte. Der deutsche Name "Blasenesche" lässt sich durch die papierartigen Fruchtkapseln erklären, die wie aufgeblasen aussehen.
Die ganze Pflanze ist leicht giftig.
Quellen
Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Koelreuteria_paniculata_(4).JPG
Habitus, Athenchen, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Koelreuteria_paniculata2.jpg
Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Koelreuteria_paniculata1.JPG
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).
Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.
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