Alnus glutinosa

Schwarzerle

Eller, Else, Roterle

Fruchtstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Die Schwarzerle wächst häufig mehrstämmig. Sie kann bis zu 30 m hoch werden und hat eine rundliche Krone.

Die Blätter sind rundlich bis verkehrt eiförmig. Der Blattrand ist grob gesägt und die Blattspitze ist meist eingebuchtet. Sie wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig).

Die Rinde ist anfangs glatt und glänzend rotbraun. Später erfolgt die Bildung einer dunklen, rissigen Borke.

Die Blüten sind grün oder gelblich und stehen in „Kätzchen“ zusammen. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blütenstände sind lang und hängend. Die weiblichen Blütenstände sehen rundlich und zapfenartig aus.

Die Frucht ist eine kleine geflügelte Nuss. Sie stehen in holzigen, zapfenartigen Fruchtstände zusammen, die leicht als Frucht verwechselt werden können. Sie bleiben über den Winter am Baum.

Merkmale

Schwarzerle

Alnus glutinosa
  • rundliche, meist an der Spitze eingebuchtete Blätter

  • holzige Zapfen

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

Die Schwarzerle findet man an Flussufern, Seeufern oder am Gewässerrand in Parks. Aufgrund der zunehmenden Trockenheitsperioden wird der Baum zukünftig nur eingeschränkt in der Stadt zu finden sein. Nur Standorte mit ausreichender Wasserversorgung wie in Parks und Gärten bleiben geeignet. Als eine wichtige ökologische Leistung der Schwarzerle wird ihr Potential zur Verbesserung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung diskutiert.

Schwarzerlen werden häufig zur Uferbefestigung verwendet.

Wissenswertes

  • Den Bedarf an Stickstoff deckt die Erle mithilfe der Symbiose mit Luftstickstoff bindenden Bakterien. Diese führen zu Anschwellungen der Wurzeln und zur Bildung sogenannter "Wurzelknöllchen".

  • Die Rinde kann zum Gerben verwendet werden.

  • Die Zapfen können der Tintenherstellung dienen.

  • Sie blüht von März bis April.

  • Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Erlenholz wir häufig zu Herstellung von Möbeln und verschiedenen Hausgeräten verwendet.

  • Schwarzerlenpollen gilt als allergen.

männliche Blüte (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Fruchtstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, http://species-id.net/openmedia/File:Alnus_glutinosa_%289%29.JPG

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Alnus_glutinosa_(8).JPG

männliche Blüte, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Alnus_glutinosa_(4).JPG

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.

Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

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