Ailanthus altissima

Götterbaum

Drüsiger Götterbaum

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Der Götterbaum ist ein schnellwüchsiger Baum mit einer großen, breiten Krone.

Die sehr großen Blätter können bis zu einen Meter lang werden und wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie bestehen aus mehreren Teilblättern, die mit einem einzelnen Endblättchen abschließen (unpaarig gefiedert). Sie sind lanzettlich und ganzrandig mit wenigen großen, drüsigen Zähnen an der Basis.

Er hat einen geraden, grob verzweigten Stamm mit straff aufstrebenden Ästen und hoher Krone. Die Rinde ist graubraun und glatt mit hellen Längsstreifen.

Die kleinen Blüten sind grün-weiß und stehen in aufrechten Rispen (dem Blütenstand).

Die Frucht ist eine lange, bräunliche bis rötliche, geflügelte Nuss.

Merkmale

Götterbaum

Ailanthus altissima
  • sehr große Fiederblätter

  • starker, unangenehmer Blattgeruch

Habitus (PD) Marina Torres

In der Stadt

Der Götterbaum ist vor allem in Städten weitverbreitet. Er wird recht häufig als Park- und Straßenbaum verwendet. Er bevorzugt warme Standorte und besiedelt auch oft Brachflächen oder Bahngleise. Er ist relativ anspruchslos und wird wenig von Salz oder Luftverschmutzung in der Stadt beeinträchtigt.

Allergische Hautreaktionen nach Berührung der Blätter sind möglich. Der Pollen ist schwach allergen.

Wissenswertes

  • Der Götterbaum gilt als der am schnellsten wachsende Baum in Mitteleuropa. Er kann im ersten Jahr bereits einen bis zwei Meter hoch werden.

  • Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.

  • In China wird der Götterbaum als Nutzholz und seine Blätter in der Seidenherstellung als Futter der Götterbaumspinner (Samia cynthia) verwendet.

  • Die Rinde und Wurzeln werden in der traditionellen chinesischen Medizin gegen Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt.

  • Götterbäume sind in der Regel getrenntgeschlechtlich, d.h. männliche und weibliche Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Bäumen.

  • Er blüht von Juni bis Juli.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Nutzung:

    In Deutschland wird er zur Honiggewinnung eingesetzt.

  • Er ist heimisch in Ostasien und wurde im 18. Jahrhundert eingeführt. Der Götterbaum gilt daher als nicht-einheimische Pflanze (Neophyt).

  • Die Drüsen am Grunde der Fiederblättchen sondern Nektar aus, was zu den deutschen Namen "Drüsiger Götterbaum" geführt hat.

  • Die Samen und die Rinde sind giftig. Auch der Saft hat eine starke hautreizende Wirkung.

Blütenstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Ailanthus_altissima_(80).JPG

Habitus, Marina Torres, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ailanthus_altissima_Arg.jpg

Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Ailanthus_altissima_(5).JPG

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.

Seite „Götterbaum“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22.12.2015, 10:39 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%B6tterbaum&oldid=149311286 (Abgerufen: 21.04.2016).