Papaver rhoeas

Klatsch-Mohn

Klatschrose, Mohnblume

Habitus (Gemeinfrei) Wilson44691

Beschreibung

Der Klatsch-Mohn kann bis zu 90 cm hoch werden.

Die Blätter sind rau und borstig behaart. Sie stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sie sind einfach oder doppelt bis fast zur Mitte eingeschnitten (fiederschnittig) und haben meist gezähnte Abschnitte.

Der Stängel ist aufrecht, nicht verzweigt und abstehend weich behaart. Er enthält Milchsaft.

Die großen Blüten sind einzeln und leuchtend rot. Die vier Blütenblätter haben häufig einen schwarzen Fleck am Grund. In der Mitte der Blüte befinden sich zahlreiche dunkelviolette Staubblätter.

Die Frucht ist eine kahle, kugelige Kapsel mit kleinen Poren am oberen Rand. Sie enthält zahlreiche dunkle Samen.

Merkmale

Klatsch-Mohn

Papaver rhoeas
  • giftig

  • große rote Blüten

  • vier Blütenblätter

Blüten (CC BY-SA 3.0) MatthiasKabel

In der Stadt

Der Klatsch-Mohn ist ein häufiger Bestandteil von Samenmischungen, die bei der Stadtbegrünung eingesetzt werden. Zudem kommt er auf Wegen und Bahnhofsgelände häufig wild vor. Er bevorzugt warme, sonnige und nährstoffreiche Standorte auf kalkhaltigen Lehmböden.

Wissenswertes

  • In der Volksmedizin wird der Klatsch-Mohn bei Husten und Heiserkeit eingesetzt.

  • Die Kapsel des Mohns ist so gebaut, dass sie dem Windfang dient und die Samen beschleunigt ausgestreut werden können.

  • Durch den zunehmenden Einsatz von Herbiziden und gezieltere Saatgutreinigung in der Landwirtschaft ist er in Getreidefeldern oft stark zurückgegangen.

  • Selten können die Blüten des Klatsch-Mohns weiß oder hellviolett sein.

  • Er blüht von Mai bis Juli.

  • Er ist eine ein- bis zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird ein bis zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Er ist seit der Jungsteinzeit ein Kulturbegleiter. Die durch Menschen neu geschaffenen Standorte wie Äcker waren günstig für seine Ausbreitung.

  • Alle Pflanzenteile sind giftig. Die Samen sind in Maßen unbedenklich und werden als Backzutat oder zur Ölgewinnung verwendet.

Knospe, Blüte und Frucht (CC BY-SA 3.0) Alvesgaspar

Quellen

Habitus, Wilson44691, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polish_Poppies.JPG

Blüten, MatthiasKabel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poppy_closeup_of_a_single_blossom_3.jpg

Knospe, Blüte und Frucht, Alvesgaspar, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poster_papaver_3a.jpg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.

Seite „Klatschmohn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.12.2016, 10:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Klatschmohn&oldid=160763882 (Abgerufen: 21.12.2016).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=4115& (Abgerufen: 21.12.2016).