Beschreibung
Der Acker-Senf kann bis zu 60 Zentimeter, also etwa kniehoch werden.
Die Blätter sitzen einzeln versetzt am Stängel (wechselständig), nicht alle auf einer Höhe. Sie sind kräftig grün, nicht geteilt und wirken, als hätte jemand sie mit einer unregelmäßigen Zickzack-Schere ausgeschnitten.
Der Stängel selbst ist oben glatt, unten jedoch leicht behaart – als hätte er einen kleinen Flaum.
Die Blüten wachsen dicht gedrängt am Ende eines langen, traubenartigen Stängelteils. Sie leuchten in einem warmen Schwefelgelb und bestehen aus vier Blütenblättern. In der Mitte findet man sechs Staubblätter – vier davon länger, zwei etwas kürzer.
Nach der Blüte bildet der Acker-Senf schmale, lange Schoten. Sie hängen direkt unter den Blüten am Stängel und warten nur darauf, ihren Samen in die Welt zu schicken.
Merkmale
Acker-Senf
Sinapis arvensis
vier gelbe Blütenblätter
schmale grüne Schoten
In der Stadt
In der Stadt trifft man den Acker-Senf oft auf brachliegenden Flächen oder Schutthalden. Er liebt nährstoffreiche Böden und fühlt sich besonders wohl zwischen anderen „Wildpflanzen“, die viele einfach nur Unkraut nennen.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Juni bis Oktober. Typisch für die Kreuzblütler-Familie sind die vier Blütenblätter, die wie ein Kreuz angeordnet sind, die schmalen Schoten als Früchte und die sechs Staubblätter – vier davon lang, zwei etwas kürzer.
- Lebensform:
einjährig - die Pflanze stirbt nach der Reifung der Samen ab.
Der Acker-Senf kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
- Verbreitung:
Die Pflanze wurde schon früh mit dem Ackerbau in anderen Teilen Europas verbreitet. Er ist heute weltweit in gemäßigten Zonen zu finden.
Die Pflanze gilt als „Lehmzeiger“ – sie wächst besonders gern dort, wo der Boden lehmig und nährstoffreich ist.
Als Verwandter von Küchen-Senf und Kohl gehört der Acker-Senf zur großen Familie der Kreuzblütler. Wie viele seiner Verwandten enthält er Senfölglykoside, natürliche Pflanzenstoffe, die ihm seinen typischen, leicht scharfen Geschmack verleihen.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Acker-Senf eignet sich hervorragend als Gründüngungspflanze. Als Zwischenfrucht angebaut, lockert er den Boden, bringt neue Nährstoffe hinein und hilft ganz nebenbei, lästiges Unkraut zu verdrängen.
Quellen
Habitus, Olivier Pichard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sinapis_arvensis_pont-aval-revigny-ornain_55_05062005_2.JPG
Blütenstand, Hectonichus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brassicaceae_-_Sinapis_arvensis_(2).JPG
Früchte, Olivier Pichard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sinapis_arvensis_bray-sur-somme_80_25062007_1.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Acker-Senf“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19.07.2017, 15:35 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acker-Senf&oldid=167403912 (Abgerufen: 14.08.2017).