Cirsium arvense

Acker-Kratzdistel

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Ivar Leidus

Beschreibung

Die Acker-Kratzdistel ist eine stattliche Erscheinung: Sie kann bis zu anderthalb Meter hoch werden, reicht einem also fast bis zur Brust oder sogar ans Kinn.

Ihre Blätter sind schmal und länglich. Dabei sind sie stark eingeschnitten. Entlang der Kanten sitzen feine Stacheln – eine echte Kratzdistel eben. Die Oberseite der Blätter ist glatt.

Der Stängel wächst aufrecht, verzweigt sich kräftig und ist dicht mit Blättern besetzt. Anders als bei vielen anderen Distelarten ist er nicht mit Stacheln besetzt. Die Pflanze reicht mit ihren kräftigen Wurzeln tief in den Boden hinein.

Was wie eine einzelne Blüte aussieht, ist in Wirklichkeit ein Blütenkörbchen aus vielen kleinen Einzelblüten – hellviolett und mit einem süßlichen Duft.

Die Früchte sind braune, länglich-schmale nussähnliche Schließfrüchte mit einem weißen Haarkranz (Pappus). Diese Art von Früchten wird Archänen genannt.

Merkmale

Acker-Kratzdistel

Cirsium arvense
  • glatter, nicht geflügelter Stängel

  • keine Stacheln am Stängel

Habitus (CC BY-SA 2.0) Udo Schmidt

In der Stadt

Die Acker-Kratzdistel liebt sonnige, trockene Plätze mit nährstoffreichem Boden. Deshalb fühlt sie sich auch in der Stadt wohl – etwa an Wegrändern, auf Schuttplätzen oder in brachliegenden Ecken.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Juli bis Oktober

  • Lebensform:

    mehrjährig – die Pflanze blüht meist jedes Jahr

  • Die Acker-Kratzdistel kommt ursprünglich aus Europa und Asien.

  • Verbreitung:

    Mit der Rodung von Wäldern in früheren Jahrhunderten fand die Pflanze viele neue Lebensräume. Inzwischen ist sie in den gemäßigten Zonen weltweit zu finden.

  • In alten christlichen Darstellungen taucht die Distel als Symbol für Leid und Standhaftigkeit auf – oft an der Seite von Märtyrerinnen, Märtyrern oder Christus. Im Volksglauben sollte sie sogar böse Geister fernhalten.

  • Naturvölker und frühe Siedlungsgemeinschaften haben aus den getrockneten Wurzeln Mehl gewonnen, junge Triebe kamen in die Suppe.

  • Gefährdungsstatus in Deutschland: nicht gefährdet.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Fruchtstand (CC BY-SA 4.0) Joanna Boisse

Quellen

Blütenstand, Ivar Leidus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cirsium_arvense_-_p%C3%B5ldohakas.jpg

Habitus, Udo Schmidt, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cirsium_arvense_(L.)_Scop._(7629194694).jpg

Fruchtstand, Joanna Boisse, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Atlas_roslin_pl_Ostro%C5%BCe%C5%84_polny_1633_6706.jpg

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Seite „Acker-Kratzdistel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.06.2016, 10:10 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acker-Kratzdistel&odid=155408849 (Abgerufen: 20.07.2016).

Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Weymar, H. (1988) Lernt Pflanzen kennen, Leipzig, Radebeul: Neumann Verlag.