Medicago ×varia

Bastard-Luzerne

Habitus (CC BY-SA 4.0) Robert Flogau

Beschreibung

Die Bastard-Luzerne kann bis zu 80 Zentimeter hoch werden und reicht einem erwachsenen Menschen bis zum Oberschenkel.

Ihre Blätter sitzen einzeln und nacheinander am Stängel (wechselständig). Jedes Blatt besteht aus drei kleinen Teilblättern (dreizählig gefiedert). Sie sind länglich geformt und am oberen Rand oft leicht gezackt.

Der Stängel wächst aufrecht oder schräg nach oben und verzweigt sich gerne.

Die Blüten sind klein und treten in dichten Trauben auf. Ihre Farben reichen von hellgelb bis violettbraun. Jede einzelne Blüte besteht aus fünf Blättern (Kronblätter). Das oberste Blütenblatt steht wie eine Fahne nach oben. Die beiden seitlichen sind die Flügel und unten bilden zwei Blätter zusammen eine Art Boot, das die feinen Staubbeutel und den Stempel schützt.

Nach der Blüte bildet sich die Frucht: eine kleine, spiralig gedrehte Hülse – fast wie ein eingerolltes Bändchen.

Merkmale

Bastard-Luzerne

Medicago ×varia
  • drei Teilblätter

  • Blüten in Trauben

  • gewundene Hülse als Frucht

Blätter (CC BY-SA 3.0) Julia Kruse

In der Stadt

In der Stadt findet man die Bastard-Luzerne vor allem auf trockenen Wiesen und an Wegrändern. Sie bevorzugt trockene und sonnige Standorte mit Böden, die viel Kalk oder andere Mineralstoffe enthalten.

Die Bastard-Luzerne spielt schon lange eine wichtige Rolle als Futterpflanze. Noch heute wir sie weltweit als Viehfutter angebaut.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Juni bis August

  • Die Schmetterlingsblüte ist eine Blütenform, die für die meisten Vertreter der Familie der Hülsenfrüchtler typisch ist.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Lebensform:

    mehrjährig - sie blüht und fruchtet im Allgemeinen einmal im Jahr (ausdauernde Pflanze).

  • Die ursprüngliche Heimat der Bastard-Luzerne liegt in der Umgebung des Kaspischen Meeres.

  • Verbreitung:

    Die Bastard-Luzerne kommt heute in vielen Teilen Europas sowie in Arabien und in Westasien vor.

  • Die Wurzel und die jungen Triebe sind essbar.

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Vojtěch Zavadil

Quellen

Habitus, Robert Flogau, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_%C3%97_varia_RF.jpg

Blätter, Julia Kruse, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Medicago_x_varia_JuliaKruse_4.jpg

Blütenstand, Vojtěch Zavadil, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:5488-Medicago_x_varia-Slov._Raj-7.05.JPG

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

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