Beschreibung
Das Gelbe Windröschen kann bis zu 30 Zentimeter hoch werden.
Die sommergrünen Blätter sind in drei Teilblätter geteilt und sehen handförmig aus. Ihr Rand ist gezähnt. Es sitzen immer drei Blätter in einem Quirl am Stängel.
Der Stängel ist bis auf die drei Blätter blattlos und wächst aufrecht.
Die Blüte hat fünf gelbe Blütenblätter und in der Mitte zahlreiche Staubfäden. Pro Pflanze entwickeln sich eine bis drei, meistens jedoch zwei, Blüten.
Die Früchtchen (Nüsschen) sind dicht behaart.
Merkmale
Gelbes Windröschen
Anemone ranunculoides
giftig
dreizählige Blätter
meistens zwei, maximal drei Büten pro Pflanze
In der Stadt
Das Gelbe Windröschen bevorzugt feuchte und nährstoffreiche Standorte. Es ist eine typische Frühjahrsart, die in Wäldern die Krautschicht bildet und blüht bevor die Bäume Laub tragen. Häufig wächst das Gelbe Windröschen in Gruppen und auch oft gemeinsam mit dem Busch-Windröschen. In der Stadt ist es selten aufzufinden.
Wissenswertes
Die Blütezeit ist von März bis Mai.
Die Wurzel speichert im Vorjahr sehr viele Nährstoffe, sodass das Gelben Windröschen im Frühjahr schnell und als erstes austreiben kann.
Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Die Früchtchen haben ein nährstoffreiches Anhängsel zum Anlocken von Ameisen. Diese breiten dann die Samen aus.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Das Gelbe Windröschen ist in fast ganz Europa beheimatet.
Der Name setzt sich aus dem alt-griechischen Wort anemos = Wind und dem lateinischen Wort ranunculus= Fröschlein zusammen.
Alle Teile der Pflanze sind giftig und können zu Übelkeit, Durchfall und Nierenschädigungen führen. Die tödliche Dosis liegt bei 30 Pflanzen.
Quellen
Habitus, Bogdan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anemone_ranunculoides_bgiu.jpg
Blüte, BerndH, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anemone_ranunculoides_300303.jpg
Habitus, Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anemone_ranunculoides_030405.jpg
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Gelbes Windröschen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 02.04.2017, 03:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gelbes_Windr%C3%B6schen&oldid=164165900 (Abgerufen: 12.12.2017).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=436& (Abgerufen: 12.12.2017).