Beschreibung
Die Gewöhnliche Hundszunge kann bis zu einem Meter hoch werden und wirkt mit ihrem dichten Wuchs ziemlich imposant.
Ihre Blätter fühlen sich fest und leicht rau an. Sie sind mit feinen Härchen überzogen, was ihnen einen graugrünen Schimmer verleiht. Manche wachsen direkt aus dem Boden (grundständig), andere sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig).
Der Stängel ist kräftig und aufrecht, manchmal fast fingerdick. Er ist leicht kantig, dicht mit Blättern besetzt und trägt ein feines, zottiges Haarkleid, das ihm einen etwas wilden Look verleiht.
Besonders auffällig sind die Blüten: Sie bestehen aus fünf Blütenblättern und stehen dicht an dicht in langen, aufrechten Blütenständen, die sich anfangs noch spiralförmig einrollen. Ihre Farbe verändert sich im Laufe der Zeit – zunächst leuchten sie dunkelrot, später werden sie tiefviolett. In der Mitte jeder Blüte sitzen fünf kleine, wulstige „Schuppen“, die ihr ein markantes Aussehen geben.
Nach der Blüte bildet die Pflanze kleine, nussartige Früchte, die jeweils nur einen Samen enthalten. Sie sitzen zu viert zusammen in den Resten des Blütenkelchs – ein hübsches Detail, das man leicht übersieht, wenn man nicht genau hinschaut.
Merkmale
Echte Hundszunge
Cynoglossum officinale
giftig
stark behaart
violette und rote Blüten
In der Stadt
In der Stadt kommt die Hundszunge häufig an Wegrändern, auf Schuttplätzen und auf Bahngeländen vor.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Mai bis Juli
- Blütezeit:
Während der Blütenentwicklung vollzieht sich ein Farbwechsel von dunkelrot nach dunkelviolett. Die Ursache ist die Veränderung des pH-Wertes in der Blüte.
- Lebensform:
zwei- bis mehrjährig
- Verbreitung:
Die Hundszunge ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet.
Die Teilfrüchte der Hundszunge haben eine widerhakig-stachelige Oberfläche. Sie funktionieren wie ein Klettverschluss, bleiben am Fell von Tieren hängen und verbreiten sich auf diese Weise.
- Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
Die Hundszunge enthält krebserregende Stoffe. Früher wurde sie als Heilpflanze genutzt – heute sollte man besser die Finger davon lassen.
Quellen
Habitus, Bernd Haynold, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynoglossum_officinale_190506.jpg
Blüten, Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynoglossum_officinale_sl14.jpg
Blätter, Matt Lavin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynoglossum_officinale_(4970183327).jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Gewöhnliche Hundszunge“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27.11.2016, 11:36 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Hundszunge&oldid=160118562 (Abgerufen: 15.12.2016).
Seite „Zerfallfrucht“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15.11.2015, 18:25 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zerfallfrucht&oldid=148071942 (Abgerufen: 20.01.2017).